Le Réseau

Manifest will Bedingungen für Schweizer Start-ups verbessern

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Le Réseau hat zusammen mit Partnern ein Manifest veröffentlicht, welches das Netzwerk mit dem zuständigen Bundesrat besprechen will. Die 10 Massnahmen des Schreibens sollen die Rahmenbedingungen für Start-ups in der Schweiz verbessern.

(Source: faber14 / Fotolia.com)
(Source: faber14 / Fotolia.com)

Erst kürzlich hat sich Jean-Marc Hensch dazu geäussert, mit welchen Hürden besonders kleine Unternehmen und Start-ups in der Schweiz konfrontiert sind (Mehr dazu erfahren Sie hier). Einige dieser Hürden scheinen auch dem Start-up-Netzwerk Le Réseau aufgefallen zu sein, denn nun möchte es politisch aktiv werden, wie auf der Website des Netzwerks nachzulesen ist.

Zusammen mit Digitalswitzerland, der Swiss Entrepreneurs Foundation, dem Swiss Economic Forum und Netcomm Suisse hat es ein Manifest mit zehn Massnahmen zusammengestellt, das es im Frühjahr dem zuständigen Bundesrat erläutern wolle. Das Manifest soll die Rahmenbedingungen für Schweizer Start-ups verbessern. Le Réseau bittet um Unterschriften, um der Initiative mehr Gewicht zu verleihen, wie es auf der Website heisst. Im Folgenden werden die zehn Massnahmen zusammengefasst.

 

1. Definition einer Start-up-Kategorie in der Schweizer Wirtschaftspolitik

Der Bundesrat soll Start-ups allgemeingültig definieren, damit diese von international wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen profitieren können.

 

2. Keine Einkommens- oder Vermögenssteuer auf private Investitionen in Start-ups

Der Höchstbetrag, der in ein Start-up investiert wird, soll von der Einkommens- und Vermögensbesteuerung abgezogen werden. Stattdessen soll er bei der Rückzahlung der Investition besteuert werden.

 

3. Unbefristete steuerliche Verlustvorträge zulassen

Momentan können Unternehmen die Verluste der vorangegangenen sieben Steuerperioden vom Reingewinn abziehen, doch bei wissenschaftsbasierten Unternehmen könne es mehr als zehn Jahre dauern, bevor Ergebnisse vorzuweisen seien.

 

4. Förderung und Erleichterung von Mitarbeiterbeteiligungsplänen

Laut Website habe das Parlament dem Bundesrat den Auftrag erteilt, eine attraktive international wettbewerbsfähige Formel für die Besteuerung von Start-ups und Beteiligungen ihrer Mitarbeiter zu entwickeln. Diese Formel soll möglichst schnell realisiert werden.

 

5. Einführung eines "Start-up Visa" für Talente, Unternehmer und Investoren

Talente, Investoren und Unternehmer sollen mit einer attraktiven Arbeitsbewilligung leichter einwandern können. Die Bewilligung soll im Rahmen der Schweizer Migrationspolitik im Ausland vermittelt werden können.

 

Auch Ueli Maurer hat sich im Interview über Start-ups und die steuerlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz geäussert. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

6. Schaffung eines Dachfonds für Risikokapital fördern

Der Bundesrat soll die Schaffung eines Dachfonds für Risikokapital fördern. Das könne etwa durch Anreize, Steuerregelungen oder andere Massnahmen bewerkstelligt werden. Zudem soll geprüft werden, ob Pensionskassen motiviert werden könnten, in die Fonds zu investieren.

 

7. Implementierung einer internationalen Förderstrategie für Start-ups

Bestehende Strukturen (wie Präsenz Schweiz, SGE und Kantone) sollen reformiert werden, um der Schweiz einfache, effektive und kostenlose internationale Förderstrategien für Start-ups anzubieten, wie es in dem Schreiben heisst. Das soll besonders im Hinblick für eine bessere Sichtbarkeit im Ausland, in den Medien oder an internationalen Messen geschehen.

 

8. Erleichterung des Zugangs zum öffentlichen Beschaffungswesen (Small Business Act)

Start-ups sollen nach Vorbild des "American Small Business Acts" in Ausschreibungen von Behörden und Grossunternehmen integriert werden.

 

9. Beratung von Start-ups bei der Ausarbeitung von Gesetzen, die sie betreffen

Wenn Gesetze ausgearbeitet werden, die Start-ups direkt betreffen (wie etwa die digitale Strategie der Schweiz oder Wirtschafts- und Steuerreformen), sollte die Verwaltung auch Start-ups in ihre Konsultation miteinbeziehen.

 

10. Erstellen eines Schweizer Darpa

Die Schweizer Armee soll nach dem Vorbild der Darpa in den USA eine Forschungsförderungsgesellschaft aufbauen, die in der Lage sei, in langfristige strategische Projekte zu investieren, die Innovationen hervorbringen können.

Webcode
DPF8_122897

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