Standortinitiative

Zürcher Hochschulen spannen für millionenschwere Digitaloffensive zusammen

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Die Zürcher Hochschulen haben eine Initiative zur Stärkung des Kantons Zürich als Forschungs- und Entwicklungsstandort für digitale Technik verkündet. Die Kosten von 300 Millionen Franken teilen sich die Hochschulen und der Kanton. Zwei grosse Zürcher Foschungsstätten sind allerdings nicht mit an Bord.

(Source: Universität Zürich; Frank Brüderli)
(Source: Universität Zürich; Frank Brüderli)

Den Kanton Zürich als Forschungs- und Entwicklungsstandort stärken, so lautet das Ziel einer Initiative, welche die Kantonsregierung der Öffentlichkeit am Freitag präsentiert hat. Im Rahmen der "Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen" (DIZH) sollen die Zürcher Hochschulen ihre Anstrengungen im Bereich Digitalisierung intensivieren und miteinander verknüpfen, heisst es in einer Mitteilung.

Die DIZH sei gemeinsam von der Universität Zürich, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Zürcher Hochschule der Künste und der Pädagogischen Hochschule Zürich entwickelt worden. Zur Umsetzung sei gesamthaft ein Kostenrahmen von 300 Millionen Franken für die Dauer von zehn Jahren veranschlagt. 191,7 Millionen Franken sollen die Hochschulen aus eigenen Mitteln tragen, der Kanton Zürich wolle 108,3 Millionen Franken beisteuern.

 

 

 

Mehr Professuren und Kooperation

Mit der digitalen Offensive wollen die Initianten nach eigenen Angaben die Forschungskapazität im Bereich Digitalisierung ausbauen, um dem Kanton Zürich eine führende Rolle im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern. Sie soll ausserdem Wirtschaft und Gesellschaft dabei unterstützen, die Chancen der Digitalisierung wahrzunehmen.

Zu diesem Zweck schaffe die Initiative etwa "Brückenprofessuren" mit interdisziplinären Schwerpunkten, unterstütze die Zusammenarbeit der Hochschulen mit dem privaten und öffentlichen Sektor und entwickle digitale Lerninhalte sowie neue Formen der Berufsbildung.

Wie die "NZZ" berichtet, bestehe die Initiative aus drei Teilen: einem Forschungscluster, einem Innovationsprogramm sowie der Bildungsförderung. Mit diesen Teilbereichen sollen Synergien und neue Impulse zwischen den Hochschulen entstehen. Für die Uni Zürich sei etwa eine Verdopplung der geplanten Professuren im Bereich Digitalisierung auf 36 möglich, so Rektor Michael Hengartner laut NZZ.

Nicht mit an Bord bei der DIZH sind die staatlich getragene ETH Zürich sowie die private Hochschule für Wirtschaft Zürich. Wie die digitale Ausbildung an der ETH dereinst aussehen könnte, erfahren Sie hier.

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DPF8_129474

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