Massnahme gegen Lehrermangel

Basels Informatiklehrer freuen sich über Stipendium

Uhr | Aktualisiert

Der Kampf der Kantone um Informatiklehrer an den Gymnasien regt kreative Lösungen an. Basel will seinen Lehrern die IT-Weiterbildung zahlen. Auch andere Kantone haben Programme gestartet.

(Source: Photographee.eu / Fotolia.com)
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Ab 2020 ist Informatik Pflichtfach in Schweizer Gymnasien. Die Schulen sind dadurch vor die Herausforderung gestellt, kompetente Lehrer für das Fach zu finden. Nun greift der Kanton Basel-Stadt zu einer ungewöhnlichen Massnahme, wie die "Basler Zeitung" (BZ) berichtet. Er zahle Gymi-Lehrern die IT-Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule.

Das Erziehungsdepartement habe für die Jahre 2020 bis 2022 2,1 Millionen Franken für diese Weiterbildungsmassnahme beantragt. 18 Informatiklehrer brauche Basel bis in einem Jahr. "Wir gehen davon aus, dass 12 bis 14 Lehrpersonen diese Facherweiterung erwerben werden", zitiert die BZ Simon Thiriet, Sprecher des Erziehungsdepartements. Wie gross das Interesse an den Weiterbildungen sei, lasse sich aber noch nicht sagen.

Aktuell herrsche ein Kampf um Informatiklehrer zwischen den Kantonen, so die BZ weiter. Wird Informatik zum Pflichtfach an Schweizer Gymnasien, müssten die Schulen 300 neue Informatik-Lehrerstellen besetzen, wie Sie hier lesen können. St. Gallen habe Anfang Jahr 75 Millionen Franken für ein entsprechendes Bildungspaket bewilligt, das alle Schulstufen umfasse. Der Kanton Tessin habe im vergangenen Juni ein Konzept für 47 Millionen Franken vorgelegt und auch Zürich gebe Gas bei der Weiterbildung von Lehrern.

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