Focus: Cloud Data Management

Das IoT – eine unerschöpfliche Datenquelle

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von Gerhard Raffling, Commvault

2020 werden weltweit 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Dabei entstehen unüberschaubare Datenmengen. Diese müssen sicher gespeichert und geschützt werden.

Gerhard Raffling, Commvault. (Source: zVg)
Gerhard Raffling, Commvault. (Source: zVg)

Analysten wie IDC und Gartner prognostizieren für das IoT ("Internet of Things") ein enormes Wachstum. Die Experten sind sich einig, dass es sich um viele Milliarden handeln wird. IT-Teams und Unternehmen sehen es jeden Tag: Sie müssen neue Wege finden, Daten zu verarbeiten, zu managen und zu schützen. Traditionelle IT-Ansätze sind auf das IoT in den meisten Fällen nicht anwendbar. Konventionelle, zentralisierte IT-Netzwerke benötigen – mindestens – ein Upgrade. Cloud Computing kommt da wie gerufen: Diese Technologie ermöglicht es, grosse Datenmengen über die Grenzen der Enterprise-IT hinaus effizient zu verwalten.

Die Vorhersage von Speicherkapazitäten – ein unseriöses Glücksspiel?

IoT-Daten sind meist unstrukturiert und lassen sich daher problemlos in der Public-Cloud-Infrastruktur speichern. Alle grossen Cloud-Anbieter stellen kostengünstige, skalierbare Objektspeicher-Lösungen bereit. Mit schnellen Netzwerken und kostenlosem Datenzugriff lassen sich in der Public Cloud grosse Mengen an Sensordaten optimal speichern. Und die Public Cloud hat noch mehr zu bieten: Cloud Service Provider (CSP) liefern leistungsfähige Datenanalyse-Werkzeuge, die grosse Mengen an unstrukturierten Inhalten aufnehmen und verarbeiten. Damit können Unternehmen hochskalierbare ML-/AI-Anwendungen entwickeln, um effizienter als in einem privaten Rechenzentrum mit Daten umzugehen.

Wenn Daten ausserhalb des Rechenzentrums oder Netzwerks eines Unternehmens entstehen, können sie auch extern gemanagt werden. Der Begriff "Edge" beschreibt dabei Rechen- und Datenmanagement-Aufgaben, die ausserhalb dieser Kern-Infrastrukturen ausgeführt werden. Obwohl Cloud Computing bereits seit vielen Jahren existiert, entwickelt sich die Technologie zusammen mit dem IoT aufgrund des wachsenden, externen Datenvolumens rasant weiter.

Unternehmen transformieren Daten in Mehrwert.

Daten haben einen gewissen Wert, natürlich. Bei historischen Daten muss zumindest deren Inhalt und Speicherort bekannt sein, um einen Mehrwert zu generieren aber grundsätzlich gilt: je näher die Verarbeitung der Daten in Echtzeit erfolgen kann, umso wertvoller sind diese für ein Unternehmen. Nur so können Unternehmen daraus wert schöpfen. Dies gilt auch für das "Industrial Internet of Things" (IIoT). Echtzeitdaten können beispielsweise die Produktionszyklen der Schwerindustrie positiv beeinflussen. Dadurch lassen sich Ausfallzeiten in einem Hochofen minimieren, Materialkosten einsparen und Prozesszyklen optimieren. Aufgrund des hohen Werts von IoT-Daten ist es wichtig, jederzeit darauf zugreifen zu können. Darüber hinaus müssen die Daten zu 100 Prozent zuverlässig und sicher vor Manipulationen geschützt sein.

Einmal mehr klopft das Thema Digitalisierung in Form des IoT in der Schweizer Industrie an und zwingt sie, endlich IT- und Geschäftsprozesse zu transformieren. Am Markt durchsetzen werden sich die Firmen, die ihre Daten erfolgreich managen und daraus den grössten Wert schöpfen.

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