VBS kommt mit dem Bau neuer Rechenzentren nicht voran
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport hat Probleme beim Bau neuer Rechenzentren. Ihr Start wird sich massiv verzögern.
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) baut für über 980 Millionen Franken neue Rechenzentren. Gemäss SRF gibt es dabei aber Probleme, vor allem in den Projekten "Fundament" und "Kastro II".
Beim Rechenzentrum "Fundament", das der Bund an einem geheimen Ort erichtet, gebe es Mängel beim Bau der Bodenplatten. Man habe sie wieder entfernen müssen, was Mehrkosten verursache und ein juristisches Verfahren nach sich zog. Das sagt Divisionär Thomas Süssli, Chef der Führungsunterstützungsbasis der Armee FUB, gegenüber SRF. Der Generalplaner habe sein Mandat im Herbst 2018 niedergelegt und damit gegen Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA verstossen, so die Position des VBS. Statt wie geplant letztes Jahr soll die Übergabe an den Betreiber nun Ende 2020 erfolgen, sagt Süssli gegenüber SRF.
Das Projekt "Kastro II" sei in Mitholz im Berner Oberland geplant gewesen, in einem ehemaligen Munitionslager der Armee aus dem zweiten Weltkrieg. Nun sei der Bund aber zum Schluss gekommen, dass die Gefahr einer Explosion zu gross sei. Er habe den geplanten Start des Rechenzentrums im Jahr 2022 vertagt und wolle seinen neuen Standort nun Ende Jahr festlegen. "Im Moment gehen wir davon aus, dass sich die Inbetriebnahme auf das Jahr 2028 verschieben wird", sagt Süssli auf Anfrage des SRF.
Tipps zum Bau der Rechenzentren könnte sich der Bund vielleicht im "Data Center Handbook 2019" holen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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