Tech-Event 2019

Trivadis und Swisscom starten Datenbank-Services aus der Cloud

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Trivadis hat am Tech-Event in Regensdorf sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Der Tag startete mit Use Cases und der Ankündigung eines neuen Angebots: Gemeinsam mit Swisscom lancierte Trivadis einen Datenbank-Service auf Basis von Oracle.

Ana Campos (l.), Urban Lankes und Gerald Klump (r.) haben die Gäste am Tech-Event von Trivadis begrüsst. (Source: Netzmedien)
Ana Campos (l.), Urban Lankes und Gerald Klump (r.) haben die Gäste am Tech-Event von Trivadis begrüsst. (Source: Netzmedien)

Das rauschende Fest fand schon im Frühjahr statt: Zum 25. Gründungsjahr hatte Trivadis seine ganze Belegschaft nach Barcelona geladen. Nun ging in Regensdorf das zweite Fest über die Bühne. Der diesjährige Tech-Event von Trivadis war in gewisser Weise auch ein einjähriges Jubiläum. "Vor einem Jahr standen hier noch zwei frischgebackene, nervöse Co-CEOs auf der Bühne", sagte Urban Lankes, Mitgründer und Verwaltungsratspräsident, als er die Gäste begrüsste. Damals hatte Lankes die Geschäftsführung an Ana Campos und Gerald Klump übergeben, wie Sie hier nachlesen können.

Seither ist einiges passiert. Trivadis sei weiter gewachsen, auch in den drei neuen Geschäftsfeldern: Managed Services, Lösungen und Plattformen. Das Unternehmen sei denn auch agiler geworden – "obwohl: 'agiler' soll man ja heutzutage nicht mehr sagen", sagte Lanke, worauf das Publikum lachte.

Datenbank-Services ab heute live

Co-CEO Gerald Klump überraschte die Gäste mit einer Ankündigung. "Wir gehen heute damit live", sagte er unter Beifall. Gemeint war ein gemeinsames Angebot von Swisscom und Trivadis. Die beiden Unternehmen bieten nun Managed Services für Oracle-Datenbanken an – entwickelt und betrieben von Trivadis, gehostet in den Rechenzentren von Swisscom.

Gerald Klump, Co-CEO von Trivadis, hat den neuen Datenbank-Service von Swisscom und Trivadis angekündigt. (Source: Netzmedien)

Was unterscheidet das Angebot von jenem der Hyperscaler? "Zunächst einmal: die Kombination der beiden Brands Swisscom und Trivadis", sagte Marcel Walker, Leiter der Sparte Infrastruktur-Lösungen bei Swisscom. Viel wichtiger sei jedoch ein anderer Aspekt, nämlich die Swissness. "Die ganze Wertschöpfung wird hierzulande erbracht. Das ist den Kunden etwas wert", sagte Walker.

Ausserdem sei es keine Entweder-oder-Frage. Man könne das Angebot problemlos mit Microsofts Azure-Cloud kombinieren. Auch für besonders niedrige Latenzzeiten sei gesorgt. Der Telko habe zu diesem Zweck "extra dicke Schläuche" gelegt, sagte Walker. Mehr über den neuen Cloud-Dienst von Trivadis und Swisscom erfahren Sie hier.

Marcel Walker, Leiter der Sparte Infrastruktur-Lösungen bei Swisscom. (Source: Netzmedien)

Weniger Silos, besserer Verkehr

Den Auftakt zum Tech-Event bildete eine Podiumsdiskussion, in der es um drei Use Cases ging. Andre Janssen, COO des Karger-Verlags, sprach darüber, wie er mit dem "Digital Workplace" von Trivadis sein altes Intranet ersetzte. Die Silos seien noch nicht ganz abgebaut, aber der Austausch unter den Mitarbeitenden gelinge besser denn je, sagte er. Auch die Produktionszeiten seien gesunken. Für eine Zeitschrift brauche der Verlag nicht mehr drei Monate, sondern nur noch sechs Wochen.

Grégoire Ramuz, IT-Leiter der Transports publics fribourgeois, sprach über ein intelligentes Bus-Depot. Genauer gesagt: über die Verwaltungssoftware, die es den Friburger Verkehrsbetrieben ermögliche, Daten in Echtzeit auszuwerten und so die Fahrzeugflotte besser auszulasten. "Das Ziel des Projekts bestand nicht darin, Mitarbeiter zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen", sagte Ramuz.

Grégoire Ramuz, IT-Leiter der Transports publics fribourgeois. (Source: Netzmedien)

Auch für die Kunden des öffentlichen Verkehrs sei das Potenzial technischer Lösungen gross. "Das Schlüsselwort ist Multimodalität", sagte Ramuz. Die Idee: Mit einem Ticket soll der Nutzer beispielsweise eine Zugstrecke zurücklegen und dann gleich noch ein Velo mieten können.

Mehr Zeit fürs Menschliche

Technologie soll mehr Zeit schaffen fürs Menschliche – das zeigten die Aussagen von Felicitas Hanne, Geschäftsführerin von Atemreich. Die Stiftung betreut Kinder, die aufgrund einer Krankheit oder einer Behinderung von kleinst auf beatmet werden müssen. Trivadis, Microsoft und Hersteller von medizinaltechnischen Geräten hätten zusammengespannt, um das Leben dieser Kinder zu erleichtern, sagte Hanne.

Früher mussten die rund 120 Mitarbeitenden der Stiftung alles Mögliche handschriftlich notieren, was etwa den Gesundheitszustand der Kinder betrifft. Heute soll Software dabei helfen, Daten auszuwerten und den Austausch unter den Mitarbeitenden zu fördern.

Felicitas Hanne, Geschäftsführerin von Atemreich, im Gespräch mit Trivadis-Co-CEO Gerald Klump. (Source: Netzmedien)

"Digitale Transformation ist etwas grossartiges, aber sie ist so anstrengend", sagte Hanne, was beim Publikum einige Lacher hervorrief. Was sie damit meinte: Einige Mitarbeitende seien anfangs skeptisch gewesen. "Manche von ihnen wussten wohl noch nicht einmal, wie man einen Computer einschaltet." Mittlerweile habe sich jedoch gezeigt, wie hilfreich die Software sei: weniger E-Mails, schnellere Kommunikation und vor allem: mehr Zeit für das, was die Mitarbeitenden besonders gut können und was sie auch tatsächlich machen wollen.

700 Teilnehmer, 100 Sessions und ein Cyborg

700 Besucher zählten die Veranstalter des Tech-Events, darunter 500 Mitarbeitende von Trivadis sowie 200 Kunden und Partner. Über 100 Sessions standen auf dem Programm. Eines der Highlights: ein Vortrag von Neil Harbisson, der weltweit erste von einer Regierung anerkannte Cyborg. Er liess sich eine Antenne in den Schädel implantieren.

Neil Harbisson, der weltweit erste anerkannte Cyborg, an einem Event von Swiss-Re. (Source: Netzmedien)

Die Antenne wandelt Farben aufgrund der Lichtfrequenz in Vibrationen um. Harbisson hört also Farben. "Ich wollte Technologie werden", sagte er anlässlich eines Swiss-Re-Events. Und er kämpft für seine Rechte. 2010 gründete er die Cyborg Foundation – eine internationale Stiftung, die Menschen dabei unterstützt, Cyborgs zu werden. Was es damit auf sich hat, können Sie hier nachlesen.

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