Weko gibt grünes Licht: Sunrise darf UPC übernehmen
Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat die Übernahme von UPC durch Sunrise genehmigt. Für den Konsumentenschutz ist der Entscheid nicht nachvollziehbar. Er befürchtet, dass sich durch den Zusammenschluss ein Duopol auf dem Schweizer Telkomarkt bildet.
Sunrise hat von der Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) grünes Licht für die Übernahme von UPC erhalten. "Mit diesem Entscheid sieht Sunrise die Auffassung bestätigt, dass die Transaktion Sunrise erhebliche Wettbewerbsvorteile verschafft und zu einem noch stärkeren Wettbewerber macht", heisst es in einem Schreiben von Sunrise.
Die Weko teilt mit, sie habe den Deal im Hinblick auf eine mögliche gemeinsame Marktbeherrschung mit Swisscom eingehend geprüft. Eine solche sei nicht gegeben und eine Koordination zwischen den beiden Unternehmen unwahrscheinlich, da die Sunrise/UPC und Swisscom unterschiedlich aufgestellt seien. Die Weko erwarte durch die Übernahme vielmehr eine Belebung des Wettbewerbs. Sie schreibt: "Sunrise hat zudem öffentlich angekündigt, dass sie in Zukunft attraktive Produkte zu einem günstigen Preis und in hoher Servicequalität anbieten wollen, um Marktanteile zu gewinnen."
Der Konsumentenschutz zeigt sich ab des Weko-Entscheids erstaunt. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Weko im aufziehenden Duopol kein Problem sehe, schreibt dieser. Der Konsumentenschutz befürchtet, dass Mitbewerber Salt nach dem Zusammenschluss nicht mehr in der Lage sein wird, mit Sunrise und Swisscom zu konkurrieren. "Wenn die Fusion tatsächlich stattfindet, haben Sunrise und Swisscom die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz im Sack", sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin Konsumentenschutz.
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