Europäischer Smartphonemarkt vor historischem Einbruch
Die Folgen der Coronakrise treffen den europäischen Smartphonemarkt hart. Zu dieser Prognose kommen die Analysten von IDC. Die nationalen Lockdowns haben nicht nur Auswirkungen auf den Einzelhandel, sondern senken auch die Nachfrage.
Die Analysten von IDC haben eine Prognose für den europäischen Smartphonemarkt herausgegeben. Demnach könnte es im Jahr 2020 zum stärksten Rückgang seit 20 Jahren kommen, dem Beginn der Aufzeichnung.
Mit einem Minus von 26,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr könnte der europäische Smartphonemarkt mehr als ein Viertel seines Werts verlieren, so die wahrscheinliche Prognose der Analysten. Im schlimmsten Falle könne es sogar zu einem Einbruch von fast der Hälfte des Werts kommen (minus 47,8 Prozent).

Prognose für den Wert der Smartphone-Auslieferungen in Europa. (Source: IDC)
Verantwortlich dafür sind die Auswirkungen der nationalen Lockdowns in der Coronakrise. In den wichtigsten europäischen Märkten wird ein Rückgang des BIPs erwartet. Der Einzelhandel ist geschlossen und die Arbeitslosenzahlen steigen. Das wiederum führe zu einem Einbruch der Nachfrage, sagt ein IDC-Analyst.
Ein weiteres Problem sind die Währungsverluste ausserhalb der Eurozone. So führen nachteilige Wechselkurse vor allem in Russland zu einer sinkenden Nachfrage. Die Lieferprobleme aus dem ersten Quartal 2020 seien allerdings vorbei.
Zur Einordnung liefert die Prognose ausserdem Vergleichszahlen aus der Finanzkrise 2008. Dort schrumpfte der europäische Smartphonemarkt zunächst um 6,3 Prozent, bevor er 2009 noch einmal um 13,1 Prozent nachgab.
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