Private Banking auf dem Handy

Digitalbank Alpian hat es auf reiche Kunden abgesehen

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Die künftige Genfer Digitalbank Alpian hat in einer Finanzierungsrunde 12,2 Millionen Franken eingesammelt. 2021 will die Bank in den Markt einsteigen – als erster Schweizer Vermögensverwalter, der auf "Mobile First" setzt.

(Source: Alpian)
(Source: Alpian)

Die künftige Digitalbank Alpian will sich einen Namen machen – als erster Schweizer Vermögensverwalter mit einem "Mobile First"-Ansatz. Hinter dem Unternehmen steht die Genfer Bankengruppe Reyl. Diese hat für das Projekt soeben eine Finanzierungsrunde in Höhe von 12,2 Millionen Franken abgeschlossen und bei der Finanzmarktaufsicht Finma eine Vollbanklizenz beantragt.

Alpian will wohlhabende Schweizer Kunden mit Anlagevermögen von 100'000 bis eine Million Franken ansprechen. Das Angebot umfasse Boutique-Produkte im Investmentbereich, einen digitalen Zugang zu erfahrenen Finanzberatern und alltägliche Bankdienstleistungen, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens. Man werde proprietäre Technologien nutzen, um ein personalisiertes Privatkundengeschäft zu entwickeln.

Alpian begann als ein Inkubator-Projekt der Reyl-Gruppe. "Alles, was wir tun, wird durch Technologie und Innovationskraft untermauert", lässt sich Alpian-CEO Schuyler Weiss in der Mitteilung zitieren. Die Sicherung der Series-A-Finanzierung sei ein grosser Schritt vorwärts, um die technische und operative Einsatzbereitschaft in den kommenden Monaten zu erreichen. Erteilt die Finma dem Unternehmen die Bankenlizenz, will Alpian 2021 als digitale Private Bank an den Start gehen.

Challenge accepted

Challenger-Banken wie Neon, Revolut & Co. erfreuen sich bei den Schweizern wachsender Bekannt- und Beliebtheit. Das ergab eine Umfrage der ZHAW zu den Neo-Banken. Am häufigsten genutzt würden Revolut und Transferwise. Die Hauptgründe für die Nutzung: geringere Gebühren und Bequemlichkeit. Männer nutzten Neo-Banken deutlich häufiger als Frauen.

Die Schweizer Smartphone-Bank Neon hat Anfang Jahr die Gebühren und Aufschläge für Kartenzahlungen im Ausland abgeschafft. Die Neo-Bank will auf diese Weise konkurrenzfähiger werden.

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