So will die Post ihren Platz in der digitalen Wirtschaft bewahren
Mit der Strategie 2021-2024 will die Post auf die digitalen Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft reagieren. Sie setzt auf Logistik für online bestellte Pakete, ein physisches Infrastruktur-Netzwerk für Onlinedienstleister und neue digitale Angebote für öffentliche und private Unternehmen.
Die Schweizerische Post hat ihre Strategie für die nächsten fünf Jahre vorgestellt, mit der sie nach den Worten von Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller "wieder auf Wachstumskurs" gehen will.
E-Commerce, Omni-Channel und digitale Angebote
Roberto Cirillo, der seit einem Jahr an der Spitze des Unternehmens steht, nannte drei strategische Richtungen, in die sich die "Post von morgen" bis 2025 entwickeln soll.
Der gelbe Riese reagiert auf den Rückgang des Briefvolumens und die Zunahme der online bestellten Pakete, indem er die Logistikdienstleistungen (Sortierung, Verteilung) in einer einzigen Geschäftseinheit zusammenfasst.
Ausserdem beabsichtigt die Post, ihr Filialnetz zu stabilisieren und für weitere Partner zu öffnen. Insbesondere hofft sie, ihre Präsenz im ganzen Land nutzen zu können, um als physischer Übermittler für Onlinediensteanbieter fungieren zu können. Filialmitarbeiter könnten zum Beispiel Kunden beim Onlineabschluss von Versicherungen unterstützen", erklärt ein Sprecher.
Weiter will die Post ihr digitales Dienstleistungsangebot für Organisationen, seien es KMU, Gemeinden oder Gesundheitsdienstleister, weiterentwickeln. In diesen Bereichen ist der gelbe Riese bereits aktiv, zum Beispiel mit der verschlüsselten E-Mail-Lösung Incamail, der Digitalisierung von Postsendungen, einer elektronischen Abstimmungslösung und einer Plattform für die elektronische Patientenakte.
3 Milliarden Investitionen
Die Entwicklung dieser neuen digitalen Angebote lässt sich die Post einiges kosten. "Im Bereich der Logistik und der digitalen Kommunikation wollen wir neue Fähigkeiten erwerben und uns deutlich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund werden wir in den nächsten vier Jahren mehr als 3 Milliarden Franken investieren", erklärt Roberto Cirillo. Ein Teil der Mittel soll durch den Verkauf von Immobilienvermögen "ohne Auswirkungen auf den Betrieb" aufgebracht werden.
Schliesslich rückt die IT ab Januar 2022 auf einen Platz auf oberster Führungsebene der Organisation. Ein weiteres Zeichen für die gestiegene Bedeutung der Digitaltechnik in der Post.
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