20 Jahre Netzwoche

2009: Fusionen scheitern und Microsoft greift an

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Stellenabbau auf der einen, Rekordergebnisse auf der anderen Seite: 2009 startet noch ganz unter dem Eindruck der Finanzkrise. Doch es zeichnet sich ab, das ganz andere Themen das Jahr prägen werden.

(Source: Netzmedien)
(Source: Netzmedien)

2009 beginnt mit einem Widerspruch. Einerseits steckt die Branche noch mitten in der Finanzkrise. Firmen wie HP und SAP bauen tausende Stellen ab. Dem gegenüber stehen Rekordergebnisse. Wie das zusammenpasst, versucht die Netzwoche in einer der ersten Ausgaben des Jahres herauszufinden. Für die Schweizer ICT-Start-ups sieht es ähnlich aus. Droht ihnen das Armageddon, oder wird sich ihre Kultur gerade jetzt als wertvoll erweisen?, fragt Redaktor Christian Walter. Klarer ist der Fall bei einem Grossprojekt der Verbandslandschaft. Im Frühling scheitert die Fusion von ICT-Switzerland, Swiss-ICT und SI. "Nun werden kleinere Brötchen gebacken", schreibt Alessandro Monachesi.

Microsoft will Google Konkurrenz machen

Die Krise ebbt im Jahresverlauf langsam ab, die Netzwoche wendet sich wieder den technologischen Trends zu. "iPhone oder Blackberry?", will Thomas Brenzikofer im Interview von Swisscom-Grosskundenchef Urs Schaeppi wissen. Die Antwort: sowohl als auch. Wenig später wird aber deutlich, in welche Richtung der Wind weht. Apples App Store zieht Entwickler und User in Scharen an. Damit das grosse Geld zu machen, ist indes nicht leicht. Im Sommer stellt sich die Frage: "Wer hat eigentlich Vorfahrt im Internet?" Die Netzneutralität wird zum Thema. Dazu passt ein Grossangriff kurz vor der Sommerpause. Microsoft lanciert Bing und will damit Google Suchmaschinen-Marktanteile abnehmen. Die Chancen stünden nicht schlecht, sagen die Analysten.

Nach der gescheiterten Fusion im März versuchen die Schweizer ICT-Verbände nach der Sommerpause einen neuen Anlauf zur Bildung einer gemeinsamen Organisation. «Phönix» heisst das Projekt und kommt nicht von ungefähr. Niemand Geringeres als Bundesrätin Doris Leuthard fordert von der Branche, sich einheitlicher aufzustellen. Einen anderen Versuch zum Neustart gibt es im Spätsommer. Microsoft will nicht nur das Internet erobern, das US-Unternehmen versucht mit Windows 7 zudem, die «unselige Vista-Episode» hinter sich zu lassen, wie Rodolphe Koller schreibt.

Im Herbst steht die Banken-IT im Fokus der Netzwoche. Die UBS stellt ihre IT unter zentraler Führung von CIO ­Michele Trogni neu auf. Claude Honegger, IT-Chef der Credit Suisse, erklärt derweil im Gespräch mit Thomas Brenzikofer, wie die Bank ihre IT von Zürich aus globalisieren will. Eines der wichtigsten Themen des Jahres sind zweifellos die sozialen Netzwerke – und wie sich damit Geld verdienen lässt. Zwei, die es wissen, sind Bramwell Kaltenrieder und Mike Schwede, Geschäftsführer von Orange8. «Social Media sind keine neuen Werbekanäle, sondern eine neue Unternehmensphilosophie», verraten die beiden im Interview.

Die bisherigen Rückblicke auf 20 Jahre Netzwoche können Sie hier nachlesen:

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