Mobile-Geschäft schwächelt

Samsung steigert Gewinn dank Displays und Speicherchips

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von Colin Wallace und slo

Samsung schliesst das vierte Quartal 2020 mit einem deutlichen Gewinnzuwachs ab. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 26,4 Prozent, getrieben vom robusten Display- und Speicherchip-Geschäft. Für das erste Quartal 2021 rechnet der Elektronik-Riese mit einem schwächeren Ergebnis.

(Source: Samsung)
(Source: Samsung)

Samsung hat die Finanzergebnisse für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2020 bekannt gegeben. Der Mitteilung zufolge verzeichnete Samsung im vierten Quartal einen Gewinnzuwachs auf rund 7,27 Milliarden Franken, das entspricht 26,4 Prozent mehr als im vierten Quartal 2019. Im Vergleich zum dritten Quartal 2020 verzeichnete Samsung hingegen einen Rückgang des Gewinns um 26,7 Prozent. Der Rückgang sei bedingt durch tiefere Speicherpreise, höhere Marketingkosten sowie den starken koreanischen Won. Dieser wirke sich vor allem auf das Geschäft mit Displays und Halbleitern aus.

Trotz des starken Wons wuchs der Gewinn im Display-Geschäft sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich deutlich, wie Samsung mitteilt. Dies aufgrund des starken Anstiegs der Produktion von mobilen Displays und einer gestiegenen Nachfrage auf dem Markt für grosse Displays.

Anders sieht es im Mobile-Geschäft aus. Dort musste Samsung im Vergleich zum Vorjahr Einbussen hinnehmen. Verantwortlich dafür dürfte nicht zuletzt Apple sein, das im vierten Quartal Rekordergebnisse verzeichnete.

Mit Blick auf das erste Quartal 2021 erwartet Samsung einen schwächeren Gesamtgewinn. Das Speichergeschäft werde vermutlich weiterhin von der anhaltenden Stärke des Won und den Kosten im Zusammenhang mit neuen Produktionslinien unter Druck bleiben – trotz der soliden Nachfrage nach Mobile-Produkten und Rechenzentren.

Samsung stellte per Ende 2020 die Produktion von LC-Displays ein. Der Konzern werde sich stärker auf die Entwicklung neuer Produkte auf Basis der Quantum-Dot-LED-Technologie ausrichten, liess er verlauten. Allein 2020 investierte Samsung über 3 Milliarden Franken in die Weiterentwicklung der Technologie.

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