Vergleich von Opensignal

5G-Netz: Die Schweiz ist gut, Südkorea ist besser

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von Leslie Haeny und cwa

Das Schweizer 5G-Netz kann sich im globalen Vergleich sehen lassen. Egal ob Download- und Upload-Geschwindigkeiten oder 5G-Gaming-Erlebnis, die Schweiz schafft es in allen Kategorien in die Top 10. Für den ersten Platz reichte es jedoch nirgends.

(Source: Frederik Lipfert / Unsplash)
(Source: Frederik Lipfert / Unsplash)

Das 5G-Netz in der Schweiz ist eines der besten weltweit. Zu diesem Schluss kommt Opensignal in einem aktuellen Vergleich. In allen von den Analysten betrachteten Kategorien schaffte es die Schweiz mindestens in die Top 10.

Geht es um die durchschnittliche 5G-Download-Geschwindigkeit, kann laut Opensignal keiner dem südkoreanischen Mobilfunknetz das Wasser reichen. Hier werden Daten mit 354,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) heruntergeladen. In Kuwait, Taiwan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit ebenfalls bei über 200 Mbit/s. Die Schweiz folgt im Ranking auf Platz neun mit einer Download-Geschwindigkeit von 169 Mbit/s.

Anders sieht es aus, wenn man die Peak-Download-Geschwindigkeit, sprich die maximale Geschwindigkeit, betrachtet. In dieser Kategorie schaffte es die Schweiz mit 723 Mbit/s auf den dritten Rang. Geschlagen wurde das hiesige Netz von jenen in Saudi Arabien (862,6 Mbit/s) und Südkorea (764,6 Mbit/s).

(Source: Opensignal)

Das Ranking der 5G-Upload-Geschwindigkeit führen die Niederlande an mit 32,5 Mbit/s. Platz zwei belegt Südkorea, gefolgt von Taiwan. Die Schweiz landete mit ihren 26,3 Mbit/s auf Platz vier. "Alle diese Länder profitieren sowohl von exzellenten 5G-Rollouts als auch von einem starken Netzwerkfundament mit qualitativ hochwertigem Backhaul von Mobilfunkmasten und effektiven Kernnetzen", schreibt Opensignal. Die meisten aktuellen 5G-Implementierungen nutzen laut den Analysten Non-Standalone-Zugänge, bei denen das 5G-Erlebnis der Nutzenden teils noch von der Leistungsfähigkeit des 4G-Netzes abhängt, da sich ein 5G-Smartphone mit dem 4G-Spektrum verbindet, während es gleichzeitig eine aktive 5G-Verbindung hat.

Gamen geht in den Niederlanden am besten

Opensignal untersuchte zudem, wie das Nutzererlebnis beim Videostreaming, Mobile-Gaming oder bei der Verwendung von Voice-Apps ist. Auch in diesen Kategorien landete die Schweiz überall in den Top 10. Beim Videostreaming haben die Vereinigten Arabischen Emirate die Nase vorn mit einer Bewertung von 83,7 Punkten. Knapp dahinter folgen Taiwan (83,2 Punkte) und Thailand (83,1 Punkte). Die Schweiz ist mit ihren 81,4 Punkten auf dem neunten Rang.

Bei der Gaming-Experience sieht es etwas besser aus. Hier schaffte es die Schweiz auf den siebten Platz mit 83,2 Punkten. Gewinner in dieser Kategorie sind die Niederlande mit 88,9 Punkten. In der letzten Kategorie (Voice App Experience) ging es dann wieder einen Platz nach unten. Mit 83 Punkten ist die Schweiz auf dem achten Platz. Gewinner ist Südkorea mit 84,8 Punkten, gefolgt von Irland mit 84,6 Punkten.

(Source: Opensignal)

"Das Angebot von hohen Geschwindigkeiten reicht nicht aus, damit Mobilfunknutzer ein gutes Erlebnis geniessen können", schreiben die Analysten. Viele Mobilfunkbetreiber drosseln laut Opensignal bestimmte Arten von mobilem Datenverkehr - oft Videostreams. Das habe den Effekt, dass sie bei Speed-Tests sehr gut abschnittten, den Nutzern aber ein schlechtes Videoerlebnis böten.

Für die Schweizer Bevölkerung überwiegen bei 5G die Vorteile. Zu diesem Schluss kam eine Umfrage von GFS vom vergangenen November. Wo Nutzerinnen und Nutzer die grössten Vorteile sehen und wo sie eher skeptisch sind, erfahren Sie hier.

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