Medizintechnik für Frauen

Groupe Mutuel und EPFL starten Start-up-Accelerator für FemTech

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von Rodolphe Koller und Übersetzung und Überarbeitung: Eric Belot

Die Groupe Mutuel wird neun Monate lang 15 Start-ups unterstützen, die technologische Lösungen für die Gesundheit von Frauen entwickeln. Das Unternehmen führt das Programm in Zusammenarbeit mit dem Innovation Park der EPFL durch.

Groupe Mutuel und die EPFL starten einen Start-up-Accelerator. (Source: faber14 / Fotolia.com)
Groupe Mutuel und die EPFL starten einen Start-up-Accelerator. (Source: faber14 / Fotolia.com)

Die Groupe Mutuel lanciert ein Accelerator-Programm zur Unterstützung von Start-ups, die im Bereich FemTech - Technologien für die Gesundheit von Frauen - tätig sind. FemTech-Start-ups könnten sich etwa vom Erfolg des Schweizer Start-ups Ava inspirieren lassen, das ein Sensor-Armband entwickelte, das die fruchtbaren Tage präzise bestimmen soll. Die Groupe Mutuel führt das Unterstützungsprogramm in Partnerschaft mit dem EPFL Innovation Park durch.

Das Tech4Eva genannte Programm wählt bis zu 15 Start-ups aus, die von einer neunmonatigen Unterstützung profitieren, das Netzwerk des EPFL Innovation Park nutzen und Pilotprojekte mit der Groupe Mutuel entwickeln können. Der Accelerator soll die Entwicklung von Apps, Plattformen und anderen Geräten ermöglichen, die Lösungen für Themen wie Schwangerschaft, Menstruation, Fruchtbarkeit, Wechseljahre, psychische Gesundheit oder Familienleben bieten. "Leider werden die Belange von Frauen bei der Entwicklung von gesundheitsbezogenen technologischen Lösungen zu oft übersehen. Mit dieser Partnerschaft wollen wir diese Lücke in der Schweiz schliessen", sagt Thomas Boyer, CEO der Groupe Mutuel.

Vor knapp einem Jahr rief Ava Forschende dazu auf, das Fruchtbarkeitsarmband zu nutzen, um Wissen über Covid-19 zu sammeln. Das Gerät sollte zur Überwachung von Patienten eingesetzt werden, um Anzeichen für eine Erkrankung zu erkennen und den Verlauf der Krankheit besser zu verstehen. In Liechtenstein startete kurz darauf eine Studie zur Erforschung von Covid-19 - Ava lieferte dafür die biometrischen Armbänder. Mit den gewonnenen Daten soll eine Früherkennung möglich werden.

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