Studie von VSHN

DevOps setzt sich in der Schweiz durch

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von Kevin Fischer und jor

VSHN hat zum zweiten Mal den "DevOps in Switzerland 2021 Report" veröffentlicht. Die Autoren der Studie sehen DevOps nicht mehr als Trend, sondern als Standard. Sie stellen unter anderem fest, dass DevOps überwiegend positiv wahrgenommen wird und dass die meisten Unternehmen die Implementierung in-house vornehmen.

(Source: Zan / Unsplash.com)
(Source: Zan / Unsplash.com)

DevOps hat seine Feuertaufe im Jahr 2020 überstanden. So lautet eine der Schlussfolgerungen des Reports "DevOps in Switzerland 2021". Der IT-Dienstleister VSHN hat dazu eine Studie durchgeführt und sieht DevOps in der Schweiz nicht mehr länger als Trend. Vielmehr sei es nun ein Standard-Ansatz für das Bereitstellen von IT-Services.

Was DevOps ist, erfahren Sie übrigens hier.

DevOps wird positiv wahrgenommen

Die Studienautoren sehen unter den Befragten wie bereits in der Studie im Vorjahr eine Tendenz, Software-Entwicklung und IT-Operations zu trennen. 48 Prozent kombinieren die Bereiche, 42 Prozent trennen sie. Auch in der generellen Meinung zu DevOps hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert: 81 Prozent der Befragten beurteilen DevOps eher positiv, während 13 Prozent eher kritisch eingestellt sind.

Obschon der Einsatz von DevOps-Prozessen gemäss des Reports ein alltäglicher Fakt ist, ist letztes Jahr die Anzahl von Unternehmen gewachsen, die nicht planen, DevOps zu implementieren. 8 Prozent der Befragten machten diese Aussage. 80 Prozent hingegen setzen voll oder zumindest teilweise auf DevOps.

Mehr Qualität und Quantität dank DevOps

Die Befragten, welche bereits auf DevOps setzten, drückten auch ihre Zustimmung zu einigen Statements von VSHN aus. Jeweils zwischen 70 und 74 Prozent stimmten zu, dass DevOps die Kooperation verbesserte, die Arbeitsumgebung positiv beeinflusste und die Qualität steigerte. Ausserdem beobachteten 52 Prozent einen erhöhten Output, 22 Prozent sahen keine Veränderung und 8 Prozent sahen die Quantität zurückgehen.

Weiter stellten 52 Prozent keinen Anstieg der Bürokratie in ihren Teams fest, 16 Prozent schon. Zudem benötigten 56 Prozent eine lange Anpassungsphase an DevOps-Methoden, 20 Prozent nicht.

76 Prozent der Befragten beobachteten eine tatsächliche Veränderung dank DevOps, 4 Prozent nicht. Generell waren 66 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich die Einführung von DevOps absolut gelohnt hat, während 8 Prozent das genaue Gegenteil empfanden.

Wenig Outsourcing bei Implementierung

Die Befragten gaben auch an, ob sie bei der Einführung von DevOps externe Hilfe hatten oder ob sie die entsprechenden Services an externe Dienstleister auslagerten. 63 Prozent gaben an, dass sie alles in-house implementiert hatten. 27. Prozent setzten nur während der Einführung auf externe Dienstleister.

Die Studienautoren sagen dazu, dass DevOps-Praktiken und -Infrastrukturen ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen sind. Es sei nicht verwunderlich, dass Teams nach der Auslagerung der Implementierung die volle Kontrolle über ihre DevOps-Verfahren übernommen hätten.

Beliebteste Programmiersprachen

Neben den genannten Befunden haben die Autoren des Reports noch weitere Erkenntnisse gemacht. So haben sich etwa die beliebtesten Programmiersprachen nicht gross verändert im Vergleich zum Vorjahr. JavaScript führt das Feld noch immer an, gefolgt von SQL, Python, Java, Go und PHP.

Aufgrund von mehr Vertrauen und aus Kostenüberlegungen sei die Public Cloud in der Schweiz 2020 ausserdem attraktiver geworden als die Private Cloud. Die Ankündigung, dass AWS eine Cloud-Region in der Schweiz eröffnen wird, treibe diesen Trend weiter voran, erhöhe den Wettbewerb und drücke womöglich die Preise nach unten.

Beliebteste Cloud-Provider und Kubernetes-Anbieter

Der beliebteste Cloud-Provider in der Schweiz sei neuerdings Microsoft Azure - auf Kosten von AWS und Google Cloud. AWS lag 2019 noch mit rund 27 Prozent in Führung, vor Azure mit 22 Prozent und Google Cloud mit 19 Prozent. 2020 lag dann Azure mit 31 Prozent in Führung, gefolgt von AWS mit 21 Prozent und Google Cloud mit 17 Prozent. Swisscom liegt mit 9 Prozent der Nennungen auf Platz vier.

Container-Technologie sei zudem zum Standard für DevOps-Ingenieure geworden. 71 Prozent der Unternehmen verwendeten sie 2020 bereits, 10 Prozent waren gerade dabei, sie zu implementieren. Die Container-Adaption sei besonders durch Kubernetes getrieben: 75 Prozent der Befragten nutzten mindestens eine Kubernetes-Variante.

Die beliebtesten Tools für Continuous Integration (CI) und Continuous Deployment (CD) waren Ansible, GitLab, Jenkins und Github.

Über die Studie

Der DevOps-Report 2021 ist der zweite, nachdem VSHN bereits einen im Vorjahr veröffentlicht hat. Die aktuelle Studie basiert auf Umfragen, die von Dezember 2020 bis März 2021 durchgeführt wurden. 54 Teilnehmer machten mit. Die Autoren schätzen den Markt auf eine Gesamtpopulation von ungefähr 16'000 Unternehmen.

Die meisten Antworten stammten von Leuten aus den Bereichen IT Operations & Infrastructure, Development & Engineering, DevOps und C-Level / Management. Der Report kann hier gegen Angabe von Namen und Mailadresse heruntergeladen werden.

Webcode
DPF8_213294

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