Smart Factory

Ostschweizer Fachhochschule digitalisiert industrielle Produktionsabläufe

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von Eric Belot und cwa

Die Ostschweizer Fachhochschule baut mit Smart Factory eine digitale Infrastruktur auf. Diese ist Teil einer IT-Bildungsoffensive des Kantons St. Gallen und soll Studierende lehren, wie sie eine vernetzte Fertigung mit digital gesteuerter Logistik nutzen können.

In der Smart Factory können Studierende und Unternehmen effiziente Produktion erproben. (Source: OST)
In der Smart Factory können Studierende und Unternehmen effiziente Produktion erproben. (Source: OST)

Die Ostschweizer Fachhochschule (OST) hat mit der "Smart Factory" im Rahmen der IT-Bildungsinitiative des Kantons St. Gallen seine digitale Infrastruktur ausgebaut. Neu entstand gemäss Mitteilung der OST eine Art digitales Labor, eine voll digitalisierte Fertigungszelle. Diese soll mittels Datenverarbeitung alle Schritte einer Fertigung digital abbilden. Mit dieser Bildungsoffensive des Kantons St. Gallen sollen einerseits Studierende lernen, wie eine vernetzte Fertigung mit digital gesteuerter Logistik aussehen kann und wie sie diese nutzen können. Andererseits soll die neue digitale Fabrik Unternehmen helfen, effizientere Produktionsprozesse zu erproben und so den Innovationsgrad aufrechtzuerhalten.

Standorte in Rapperswil, Buchs und St. Gallen

Mit dem Ausbau seiner digitalen Infrastruktur will die OST auch in Zeiten des digitalen Wandels den hohen Innovationsgrad in der Schweizer Industrie aufrechterhalten und ausbauen. Mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur der OST wollen die Bildungsverantwortlichen des Kantons St. Gallen sicherstellen, dass es auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gibt.

Die Smart Factory entstand am Standort Rapperswil-Jona. Die Factory verfügt gemäss Mitteilung über Maschinen, praxisnahe Prozesse und ein erstes Produkt. Sie umfasst neben dem Standort Rapperswil-Jona auch diejenigen in Buchs und St. Gallen. In der Factory werden geeignete Studienkonzepte erarbeitet, welche Bachelor- und Master-Studierenden der technischen Fächer und der Wirtschaftsfächer ermöglichen sollen, praktische Lösungen für die Industrie zu erproben.

Die vernetzten Maschinen sollen auch produzierenden Industrieunternehmen in der Schweiz helfen, ihre Produktivität in der Produktion zu verbessern und dadurch wettbewerbsfähig zu bleiben. DIe OST trägt im Rahmen der ITBO des Kantons St. Gallen mit der Ausbildung von Studierenden sowie der Forschungs- und Entwicklungsarbeit dazu bei.

Die St. Galler IT-Bildungsoffensive

Dank der IT-Bildungsoffensive sollen auch die Ostschweizer Bevölkerung und Wirtschaft vom digitalen Wandel profitieren. Deshalb investiert der Kanton St. Gallen mit der IT-Bildungsoffensive über 75 Millionen Franken. Wichtige Partner sind die Bildungsinstitutionen, darunter die OST.

Die IT-Bildungsoffensive des Kantons St. Gallen baue auf Stufe der Fachhochschule auf drei Teilprojekten auf. Dazu gehören die innovative Lehr- und Lernumgebung, die Markterweiterung der Informatik-Angebote sowie das neu entstandene Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence.

Das Zentrum für künstliche Intelligenz wurde im März eröffnet. Das zweite Teilprojekt startete bereits im vergangenen Herbst. Es soll in der EInführung des Bachelorstudiengangs Informatik in St. Gallen und der Wirtschaftsinformatik in Rapperswil per Herbstsemester 2021/22 münden. Das erste Teilprojekt begann bereits im Februar 2021.

Übrigens: Im vergangenen Herbst führte die die Ostschweizer Fachhochschule die Berufsprüfung für Cyber-Security-Spezialisten mit eidgenössischem Fachausweis durch. Der Abschluss wurde von ICT-Berufsbildung Schweiz lanciert. Ethical Hacker dürfen sich zudem bald schon in einem Wettbewerb messen. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

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