Neue Malware greift ukrainische IT-Netzwerke an
Seit den Angriffen Russlands gegen die Ukraine kommt es vermehrt zu Cyberattacken gegen ukrainische IT-Systeme. Das Cybersecurity-Unternehmen Eset hat dabei eine neue Malware namens IsaacWiper entdeckt, die künftig auch ausserhalb der Kriegszone eingesetzt werden könnte.
Mit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine haben auch Cyberangriffe zugenommen. Die Firma Eset, die sich auf die Analyse solcher Attacken spezialisiert hat, spricht dabei etwa von einer Malware namens HermeticWiper. Die Malware dringt in einen Rechner ein, wo sie Daten vernichtet. Das Ziel solcher Angriffe ist die absolute Stilllegung der attackierten Infrastruktur, erklärt Eset.
Nun vermeldet Eset die Entdeckung einer neuen Malware namens IsaacWiper. Sie sei kurz nach den ersten russischen Angriffen erstmals registriert worden und ziele ebenfalls darauf ab, Daten auf dem Gerät ihrer Opfer zu löschen.
"Wir prüfen derzeit, ob es eine Verbindung zwischen IsaacWiper und HermeticWiper gibt. IsaacWiper wurde bei einer ukrainischen Regierungsorganisation entdeckt, die nicht von HermeticWiper betroffen war", erklärt Jean-Ian Boutin, Head of Threat Research bei Eset.
In der Mitteilung warnt Eset, es sei nicht auszuschliessen, dass IsaacWiper früher oder später auch ausserhalb der Ukraine eingesetzt wird. Weiter schreibt das Unternehmen, man habe die Angriffe bislang nicht einer bekannten Hackergruppe zuordnen können.
Mehr Artikel über die IT-Aspekte des Kriegs in Osteuropa finden Sie im Themendossier.
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