Konkurrenz für OpenAI und Anthropic

Meta lanciert Programmier-KI Muse Code

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von Alexia Muanza und Übersetzung: René Jaun, nki, ahu

Unter dem Namen Muse Code stellt Meta einen KI-gestützten Programmieragenten vor. Er soll komplexe Aufgaben in der Softwareentwicklung automatisieren können. Mit dem Tool betritt Meta einen Markt, auf dem sich schon KI-Giganten wie Anthropic und OpenAI tummeln.

(Source: Monistij / AdobeStock)
(Source: Monistij / AdobeStock)

Metas neuestes KI-Produkt heisst Muse Code. Dabei handelt es sich um einen KI-Agenten, der komplexe Aufgaben in der Softwareentwicklung übernehmen soll. Das Tool kann unter anderem Änderungen planen, Code schreiben und die Ergebnisse in grossen Codebasen überprüfen, wie Metas Ankündigung zu entnehmen ist.

Seine wichtigste Besonderheit liegt demnach in seiner Architektur. Muse Code basiert auf einem Hauptagenten, der von mehreren spezialisierten Unteragenten unterstützt wird. Diese bleiben während der gesamten Sitzung aktiv. Im Gegensatz zu Agenten, die für jede Aufgabe neu gestartet werden, behalten sie dadurch ihr Wissen über das Repository, führen bestimmte Vorgänge im Hintergrund weiter und entscheiden selbst, wann sie ihre Ergebnisse an den Hauptagenten übermitteln. Bei grösseren Projekten können sie zudem parallel in isolierten Git-Umgebungen arbeiten, ohne die Arbeitskopie des Entwicklers direkt zu verändern.

Ferner protokolliert das Tool alle Modellaufrufe, ausgeführte Tools und Änderungen am Code. Dadurch kann es laut Meta eine Aufgabe nach einer Unterbrechung oder einem Absturz wieder aufnehmen.

Angetrieben von speziellem LLM

Muse Code basiert auf Muse Spark 1.2, einer neuen Version von Metas KI-Familie Muse Spark, die speziell für die Softwareentwicklung optimiert wurde. Während sich die erste, im April vorgestellte Version des Modells durch ihre multimodalen Fähigkeiten auszeichnete, bei Programmieraufgaben jedoch noch zurücklag, vermeldet Meta nun Fortschritte bei der Codegenerierung, beim komplexen Debugging, beim Verständnis von Codebasen und bei der Automatisierung von Entwicklungs-Workflows.

Das Unternehmen gibt an, Muse Spark 1.2 und Muse Code gemeinsam trainiert zu haben, um ihr Zusammenspiel zu optimieren. Das Training umfasste insbesondere die Durchführung vollständiger Entwicklungsprojekte von Anfang bis Ende sowie automatisierte Forschungsaktivitäten. Dabei habe Man Muse Spark 1.2 in Sitzungen eingesetzt, die mehr als 1'000 Tool-Aufrufe umfassten und bis zu 24 Stunden dauern konnten.

Solide Leistung, aber schwächer als Claude

Laut "VentureBeat" stellt die Lancierung Metas bisher bedeutendste Initiative auf dem Markt für Programmieragenten dar. Dort tritt das Unternehmen gegen Tools wie Claude Code von Anthropic und Codex von OpenAI an.

Das Medium weist zudem darauf hin, dass die von Meta veröffentlichten Benchmarks Muse Spark 1.2 unter den leistungsfähigsten Programmiermodellen einordnen, allerdings nicht an der Spitze. Stattdessen führe Claude die drei vom Unternehmen präsentierten Evaluationen an, während Muse Spark 1.2 bei Terminal-Bench 2.1 den zweiten Platz belege. Es übertreffe im von Meta veröffentlichten internen Benchmark dagegen Modelle wie GPT-5.6 Terra und Gemini 3.6 Flash. Muse Spark 1.2 ist in Muse Code sowie über die Meta Model API verfügbar. Laut "Reuters" liegt der Standardpreis bei 1,25 Dollar pro Million Input-Tokens und 4,25 Dollar pro Million Output-Tokens.

Lesen Sie auch: Einem KI-Modell von Meta ist es gelungen, sich Zugang zum Internet zu verschaffen und in die Systeme eines anderen Unternehmens einzudringen. Grund dafür soll eine falsche Konfiguration der Testumgebung gewesen sein. Mit dem Vorfall reiht sich Meta neben den KI-Entwicklern OpenAI und Anthropic ein, deren Modelle ebenfalls aus ihren Sandboxen ausbrechen konnten.

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