Jony Ive

iMac-Design-Vater verlässt Apple endgültig

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von Adrian Oberer und mla

Der Designer Jony Ive und Apple gehen getrennte Wege. Der Brite verliess das Unternehmen bereits 2019. Seither arbeitete seine neu gegründete Design-Firma aber eng mit Apple zusammen.

Jonathan Ive (l.) und Tim Cook, CEO Apple Inc. (Source: Apple)
Jonathan Ive (l.) und Tim Cook, CEO Apple Inc. (Source: Apple)

Der US-amerikanische Technologiekonzern Apple und sein langjähriger Star-Designer Jony Ive gehen künftig getrennte Wege. Der gebürtige Brite Ive verliess Apple bereits im Jahr 2019 und gründete seine eigene Design-Firma Lovefrom, wie die New York Times berichtet. Seither habe er unter strengen vertraglichen Auflagen als externer Berater weiter mit Apple zusammengearbeitet.

Dieser Vertrag soll nun nicht verlängert werden. Führungskräfte von Apple stellten die hohen Honorarforderungen von Ive zunehmend infrage, wie die New York Times in Berufung auf mehrere Apple-Insider weiter schreibt. Dem Tech-Giganten sei es auch sauer aufgestossen, dass immer mehr Designer die Firma in Richtung Lovefrom verlassen hätten.

Auch Jony Ive sei seit längerem unzufrieden mit der Zusammenarbeit. Der Designer kritisierte Apple CEO Tim Cook’s Fokus auf den operativen Betrieb, wie Vertraute von Ive der Times mitteilten. Ihm fehlten die grossen Design-Sprünge, die Apple einst erfolgreich machten.

Das Ende einer Ära

Jony Ive war 1992 zu Apple gestossen und arbeitete sich zum Chef des Design-Teams hoch. Als das Unternehmen 1997 kurz vor der Insolvenz stand, beauftragte Steve Jobs sein Team mit dem Design für den ersten iMac. Der bauchige, durchsichtige Computer avancierte damals zum Topseller unter den Desktop-Computern. Dieser Erfolg belebte das Geschäft von Apple und machte Ive zum engen Vertrauten von Steve Jobs.

Nach dem iMac spielte Ive eine entscheidende Rolle bei den Designs für den iPod, das iPhone und das iPad. Die Apple Watch ist nach 30 Jahren das letzte von Jony Ive mitgestaltete Apple-Produkt.

Übrigens: Apple will iPhone Nutzerinnen und Nutzer vor gezielter Überwachung schützen. Wie, erfahren Sie hier.

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