Google-Zürich-Angestellte protestieren gegen Kündigungswelle
Google Zürich plant Massenentlassungen. Details dazu sind aber nicht bekannt. Angestellte des Konzerns sind daher zum Protest auf die Strasse gegangen.
Rund 250 Angestellte von Google Zürich haben am Vormittag des 15. Februar mit einem Walkout gegen geplante Kündigungen protestiert. Die Beschäftigten versammelten sich zwischen zwei Google-Gebäuden auf dem Hürlimann-Areal, wie "Inside IT" berichtet. Der Zürich-Ableger plant, wie auch der Mutterkonzern, eine Kündigungswelle. Details, etwa die Zahl der Mitarbeitenden, die Google Zürich vor die Tür setzen wird, sind jedoch ungewiss, auch den Angestellten.
"Die Unsicherheit in der Belegschaft ist gross, besonders die Kollegen aus Russland und der Ukraine haben Angst, das Land verlassen zu müssen", wird einer der Beschäftigten zitiert. "Es ist unwürdig für Google, uns so auf die Strasse zu stellen", sagt ein anderer. Er habe per Videocall von den geplanten Entlassungen erfahren.
Per Gesetz muss Google die Kündigungen beim Amt für Wirtschaft und Arbeit melden, wie "Inside IT" weiter schreibt. Das Amt äusserte sich gegenüber dem Magazin jedoch nicht dazu - man nehme keine Stellung zu einzelnen Firmen, hiess es auf Anfrage. Der Konzern selbst bestätigt, dass es Verhandlungen in diese Richtung gebe. Man sei sich bewusst, dass dies eine unsichere Zeit für die Mitarbeitenden sei und informiere bei gegebener Zeit über die nächsten Schritte. "Angesichts der laufenden Konsultationsphase sind wir jedoch nicht in der Lage, die Angelegenheit weiter zu kommentieren", zitiert "Inside IT" den Konzern.
"Die Google-Angestellten fordern vom Konzern, Alternativen zum Personalabbau eingehend und ernsthaft im Dialog mit dem Personal zu prüfen. Sind Entlassungen nicht abwendbar, so erwarten sie vom Konzern, mit einem guten Sozialplan die Folgen für die Betroffenen zu minimieren", schrieb die Gewerkschaft Syndicom nach Ende des Protests.
Mit Google haben bereits vier der fünf oft als "GAFAM" bezeichneten grossen Tech-Konzerne aus den USA einen grösseren Stellenabbau bekanntgegeben. So sind bei Amazon etwa 18'000 Entlassungen geplant (6 Prozent der weltweiten Belegschaft gemäss Berechnung von Theverge), während Meta 11'000 Personen entlässt (13 Prozent) und Microsoft 10'000 (5 Prozent).
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