Erfasst tägliche Stromeinsparungen

SDSC und BFE bauen Energie-Dashboard aus

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von René Jaun und lha

Das Energie-Dashboard des Bundesamtes für Energie erhält ein Upgrade. Neu erfasst das Portal täglich die Stromeinsparungen bestimmter Konsumentengruppen. Umgesetzt wurde die Plattform zusammen mit dem Swiss Data Science Center.

(Source: AA+W / Fotolia.com)
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Im Dezember 2022 hat das Bundesamt für Energie (BFE) ein Online-Dashboard zur Energieversorgungssituation lanciert. Auf energiedashboard.admin.ch sollen sich Interessierte jederzeit einen Überblick über die Versorgungslage verschaffen können. Umgesetzt wurde die Plattform in Zusammenarbeit mit dem Swiss Data Science Center.

Anfang Mai 2023 erhielt die Plattform ein Upgrade. Dieses stütze sich auf Datenwissenschaft, schreibt das SDSC. Laut der Mitteilung kommen dabei eigens entwickelte erweiterte künstliche Intelligenz (KI) und Techniken für maschinelles Lernen zum Einsatz. Dank diesen könne der landesweite Verbrauch erfasst und kurzfristige Prognosen ermöglicht werden.

Als konkrete Neuerung erwähnt das SDSC die Möglichkeit, täglich die Stromeinsparungen bestimmter Konsumentengruppen zu erfassen. Dabei sorge die abgestimmte Auswahl algorithmischer Verfahren dafür, verhältnismässig kleine Volumen verfügbarer Daten zu kompensieren, heisst es in der Mitteilung.

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"Die fundierte wissenschaftliche Expertise des SDSC in Kombination mit unseren Einblicken in den komplexen Energiemarkt der Schweiz entpuppte sich als Innovationskatalysator für den Sektor. So konnten wir einen Schritt weiter gehen und die digitale Innovation in unserem Sektor beschleunigen. Die Datenwissenschaft ist in der gesamten Wertschöpfungskette im Energiesektor von grösster Bedeutung, und das SDSC fügt diesem Prozess sehr viel Mehrwert hinzu", lobt Matthias Galus, Leiter des Digital Innovation Office beim BFE, in der Mitteilung.

Olivier Verscheure, Executive Director des SDSC, sagt: "Wir sind stolz darauf, mit einer Bundesbehörde wie dem BFE zusammenzuarbeiten, und tragen zur Entwicklung wertschöpfender Tools bei, um Probleme im Energiebereich besser anzugehen und einen effizienten digitalen Wandel anzustossen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt und dem Swiss Data Science Center dürfte über dieses Projekt hinaus auf neue BFE-Projekte ausgedehnt werden."

Übrigens: In einem Interview mit der Netzwoche sprach SDSC-Direktor Olivier Verscheure darüber, Wie Unternehmen die Datenwissenschaften für sich nutzen können. Mehr dazu lesen Sie hier.

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