IT-Panne behindert Schweizer Visa-Termine
Die Firma TLScontact war mehrere Tage lang von einer IT-Panne betroffen. Anträge auf Schweizer Visa aus Grossbritannien, Russland, dem Kosovo und der Türkei konnten nicht bearbeitet werden. Die Probleme sind inzwischen behoben; ein Cyberangriff wird ausgeschlossen.
Die Schweiz vertraut für die Abwicklung von Visa-Anträgen auf den Dienstleister TLScontact. Eben dort kam es vergangene Woche zu einer IT-Panne, infolge derer das Unternehmen sämtliche Termine für die biometrische Datenerfassung in seinen Niederlassungen in London, Manchester und Edinburgh stornierte. Wer in Grossbritannien ein Touristen- oder Transitvisum für die Schweiz beantragen wollte, musste warten.
"Wir haben derzeit technische Schwierigkeiten bei der Übertragung biometrischer Daten unserer Kunden an die Server der Schweizer Behörden", sagte ein Sprecher von TLScontact gegenüber "Bleeping Computer". Das Unternehmen bearbeitet laut “Bleeping Computer” sensible Daten, darunter Namen, Adressen, biografische Informationen, biometrische Daten und Reisedaten.
Als Visa-Outsourcing-Partner wickelt das Unternehmen auch Anträge aus Russland, dem Kosovo und der Türkei für die Schweiz ab. Alle Standorte seien von der IT-Panne betroffen gewesen, schreibt das Aussendepartment (EDA) auf Anfragte von "Inside-IT". Die Übermittlung der Daten sei aufgrund einer instabilen Netzwerkverbindung verhindert gewesen. "Die von TLScontact für die Schweiz gesammelten Daten waren zu keiner Zeit in irgendeiner Weise gefährdet. Gemäss TLScontact kann eine Cyberattacke ausgeschlossen werden und dieser Zwischenfall hat zu keinem Datenabfluss geführt", wird das EDA weiter zitiert. TLScontact habe den Vorfall am 27. Juli behoben.
Übrigens: Falls Sie diesen Sommer verreisen, sollten Sie in puncto Cybersicherheit einiges beachten. Das NCSC verrät, wie Sie in den Ferien cybersicher unterwegs sind.
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