Nokia streicht bis zu 14'000 Stellen in den nächsten drei Jahren
Nokia reagiert auf die anhaltend schlechten Geschäftszahlen. Im Rahmen eines Sparprogramms will der finnische Mobilfunkkonzern bis zu 14'000 Stellen abbauen. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 23,2 und 24,6 Milliarden Euro.
Rückläufige Geschäftszahlen machen Nokia weiterhin das Leben schwer. Im 3. Quartal des Geschäftsjahrs erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 4,98 Milliarden Euro (20 Prozent weniger als im Vorjahr) und einen Gewinn von 133 Millionen Euro (fast 70 Prozent weniger zum Vorjahr). Nach wie vor laufe das 5G-Ausrüstungsgeschäft schleppend, namentlich in den USA, heisst es zur Begründung.
Nun reagiert der finnische Tech-Konzern und setzt den Rotstift an. Mit einem neuen Sparprogramm wolle man bis Ende 2026 die Ausgaben um 800 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro reduzieren, gibt das Unternehmen zusammen mit den Geschäftszahlen zum 3. Quartal 2023 bekannt. Bei den Personalkosten will es zwischen 10 und 15 Prozent einsparen. Geschehen soll dies mit einem massiven Stellenabbau: "Es wird erwartet, dass das Programm zu einer Organisation mit 72'000 – 77'000 Mitarbeitenden führen wird", schreibt Nokia, das aktuell 86'000 Mitarbeitende beschäftigt. Somit baut das Unternehmen bis 2026 zwischen 9000 und 14'000 Stellen ab.
"Die schwierigsten geschäftlichen Entscheidungen sind diejenigen, die unsere Mitarbeiter betreffen", lässt sich Nokia-CEO Pekka Lundmark zitieren. "Wir haben sehr talentierte Mitarbeiter bei Nokia und wir werden jeden unterstützen, der von diesem Prozess betroffen ist. Die Neuausrichtung der Kostenbasis ist ein notwendiger Schritt, um uns an die Unsicherheit des Marktes anzupassen und unsere langfristige Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern."
Nokia-CEO Pekka Lundmark. (Source: zVg)
In der Mitteilung bekräftigt Nokia das im Sommer nach unten korrigierte erwartete Umsatzziel für das aktuelle Geschäftsjahr. Es soll zwischen 23,2 und 24,6 Milliarden Euro liegen.
Viele grosse Tech-Unternehmen bauen aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage Stellen ab. So entlässt etwa das soziale Netzwerk Linkedin rund 700 Angestellte. Meta wiederum baute im November 2022 schon 11›000 Stellen ab und gab im März 2023 bekannt, weitere 10'000 Stellen zu streichen.
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