So unterscheidet sich die Nutzerschaft von Android und iOS
Die vom Wemf veröffentlichte Grundlagenstudie zur Internetnutzung "MA Net" weist erstmals aus, welche Betriebssysteme für Smartphones in der Schweiz genutzt werden. Bei den Nutzungsprofilen der verschiedenen Systeme zeigen sich deutliche Unterschiede.
Die MA Net ermöglicht Auswertungen über die Verbreitung und die Nutzungsintensität des Internets in der Schweiz. Die Nutzungsdaten lassen sich mit verschiedenen soziodemografischen und geografischen Angaben kreuzen. Mit der Ausgabe 2024-1 wird erstmals ausgewiesen, welches Betriebssystem die befragten Personen auf ihren Smartphones nutzen, um im Internet zu surfen. Dabei dominieren die beiden Betriebssysteme Android und iOS mit einem Anteil von insgesamt über 96 Prozent.
Bei den Profilen der iOS und Android- Nutzerschaft zeigen sich deutliche Unterschiede. So hat iOS eine leicht überdurchschnittliche Verbreitung in Städten und anschliessenden Agglomerationen. Auf dem Land hingegen ist das Betriebssystem Android beliebter. Auch soziodemografische Merkmale, insbesondere in den Bereichen Erwerbstätigkeit und Bildung, haben einen Einfluss auf die Präferenzen zum Betriebssystem. Beispielsweise geben Führungskräfte im oberen oder mittleren Management und Personen mit höherer Bildung überdurchschnittlich oft an, iOS als Betriebssystem zu verwenden. Weniger Einfluss auf das präferierte Betriebssystem haben hingegen das Geschlecht oder das Alter der Auskunftspersonen in der Studie.
Neben soziodemografischen Merkmalen lassen sich auch Interessensprofile der Nutzerschaft ausweisen. Bei Personen, die iOS nutzen, liegen die Interessen einerseits überdurchschnittlich stark bei Mode und Kosmetik, aber auch bei Finanzanlagen und Börsen. Im Gegensatz dazu zeigen Android-Nutzer:innen ein grösseres Interesse an Wissenschaft und Technik.
Die MA Net erhebt die Verbreitung des Internets insgesamt sowie dessen Nutzungsintensität. Analysiert werden die Schweizer und Liechtensteiner Wohnbevölkerung ab 14 Jahren. Die Wemf-Studie erscheint zweimal jährlich.
Dieser Beitrag ist zuerst bei der "Werbewoche" erschienen.
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