Fachkräftemangel trübt Stimmung der Schweizer ICT-Branche
Der Swico ICT Index nimmt im dritten Quartal 2024 leicht ab. Insbesondere im Bereich Consumer Electronics rechnen die Anbieter mit einem Rückgang der Nachfrage und bauen mitunter Personal ab. Die Stimmung in den Segmenten IT-Services und Consulting verbessert sich jedoch.
Die Schweizer IT-Branche erlebt einen Stimmungsdämpfer. Der Swico ICT Index verzeichnet für das dritte Quartal 2024 einen Punktestand von 107,6. Damit sinkt der Indexwert im Vergleich zum Vorquartal um 2,1 Punkte.
Das Stimmungsbarometer sei nach wie vor im Wachstumsbereich, schreibt der Swico in seiner Mitteilung. Getrübt werde das Bild wegen den Beschäftigungsperspektiven. Der Fachkräftemangel bleibt trotz robuster Schweizer Konjunktur und positiver Umsatzerwartungen weiterhin ein wesentliches Problem. Die Inflation dagegen sei für die ICT-Branche kein bedeutendes Thema mehr.

Der Swico ICT Index geht im Q3 2024 leicht zurück. (Source: zVg)
"Die ICT-Branche präsentiert sich aktuell wie die Schweizer Wirtschaft: robust, aber wenig dynamisch. Besonders erfreulich ist, dass der Swico ICT-Index seit 2021 konstant über 100 Punkten liegt, also im Wachstumsbereich", fasst Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen, zusammen.

Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen, Swico. (Source: Netzmedien)
Mit einer Ausnahme zeigen die einzelnen Segmente der ICT-Branche nur leichte Veränderungen im Vergleich zum 2. Quartal. Die Ausnahme ist das IT-Technology-Segment, das sich mit 96,8 Punkten. auch deutlich unter der Wachstumsgrenze von 100 Punkten befindet. Der Bereich verlor 2,1 Punkte im Vergleich zum Vorquartal. Der Branchenverband führt dies auf die abnehmende Bruttomarge und den geringen Auftragseingang zurück.
Ebenfalls unter der Wachstumsgrenze befindet sich der Consumer Electronics Bereich mit einem Indexwert von 83,7 Punkten (-15,2). Grund dafür sei laut Swico der zunehmende Wettbewerb durch Online-Plattformen und internationalen Anbietern. Die Unternehmen seien durch die rückgängige Nachfrage unter anderem auch zu Personalabbau gezwungen, teilt Swico mit.
IPF-Anbieter haben trotz Wachstum zu kämpfen
Positiv entwickelt sich dagegen die Stimmung in den Segmenten IT-Services und Consulting mit einem Wachstum von 1,8 respektive 1,6 Punkten.Positiv entwickelt sich auch die IPF-Branche mit einem Punktestand von 73,4. Trotz eines Wachstums um 9,2 Punkten kämpfen die Anbieter im Printing & Finishing-Bereich laut Swico weiterhin mit einem stark wettbewerbsorientierten Markt: Hoher Preis- und Margendruck und die Schwierigkeit, neue Kunden und Kundinnen zu gewinnen und bestehende zu halten, stellten die Unternehmen vor Herausforderungen.

Wachstumsprognosen nach Branchensegment. (Source: zVg)
Übrigens erhält der Swico bald einen neuen Geschäftsführer: Jon Fanzun tritt die Stelle am 1. August 2024 an. Mehr dazu lesen Sie hier.
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