Aktionäre und Fluggäste verklagen Crowdstrike
Nach dem weltweiten Computerausfall vom 19. Juli 2024 wird Crowdstrike verklagt. Aktionäre sehen sich vom Cybersicherheitsunternehmen betrogen und reichten eine Sammelklage am Bundesgericht in Austin, Texas, ein. Zudem verklagen in einer weiteren Sammelklage vom Ausfall betroffene Flugpassagiere das Unternehmen.
Crowdstrike wird im Zuge des weltweiten Computerausfalls vom 19. Juli 2024 von Aktionären und vom Ausfall betroffenen Fluggästen verklagt. Die Aktionäre reichten ihre Sammelklage am 30. Juli 2024 beim US-Bundesgericht in Austin in Texas ein; jene der betroffenen Fluggäste traf am 5. August 2024 beim selben Bundesgericht ein.
Sammelklage von Cloudstrike-Aktionären
Die Aktionäre werfen dem Unternehmen in ihrer Klage vor, falsche und irreführende Zusicherungen bezüglich seiner Technologie gemacht zu haben, wie "Reuters" berichtet. In der Beschwerde zitieren sie unter anderem Aussagen aus einer Telefonkonferenz vom 5. März 2024. Darin bezeichnete Crowdstrike-CEO George Kurtz die Software seines Unternehmens als "validiert, getestet und zertifiziert".
Die von der Plymouth County Retirement Association in Plymouth, Massachusetts, geführte Klage fordere einen nicht näher bezifferten Schadensersatz für Inhaber von CrowdStrike-Aktien der Klasse A zwischen dem 29. November 2023 und dem 29. Juli 2024, heisst es weiter. Dies vor dem Hintergrund, dass der Aktienkurs von Crowdstrike laut Klage in den auf den Ausfall folgenden 12 Tagen um 32 % gefallen sei und rund 25 Milliarden US-Dollar an Marktwert verloren habe.
"Wir glauben, dass dieser Fall unbegründet ist und werden das Unternehmen energisch verteidigen", teilte das Unternehmen am 31. Juli in einer Erklärung mit. Zusätzlich zum Unternehmen gehören Crowdstrike-CEO George Kurtz und Chief Financial Officer Burt Podbere zu den Beklagten.
Sammelklage von Fluggästen
Das Cybersicherheitsunternehmen wird auch von Flugreisenden verklagt, deren Flüge wegen des Computerausfalls verspätet waren oder gestrichen wurden. Drei Flugreisende werfen Crowdstrike vor, aufgrund seiner Nachlässigkeit beim Testen und Bereitstellen der Software für den Ausfall verantwortlich zu sein, schreibt "Reuters".
In der Klageschrift werde betont, dass viele Fluggäste Hunderte von Dollar für Unterkunft, Verpflegung und alternative Reisemöglichkeiten ausgeben mussten, während andere nicht zur Arbeit kamen oder mit gesundheitlichen Problemen kämpfen, weil sie auf dem Flughafenboden schlafen mussten.
Crowdstrike solle jedem, dessen Flug gestört wurde, Schadenersatz zahlen, fordern die Kläger laut dem Bericht. Gegenüber dem Nachrichtenportal bezeichnete Crowdstrike auch diese Klage als haltlos.
In einem vorläufigen Post Incident Report (PIR) hat Crowdstrike die Ursache für den weltweiten Computerausfall veröffentlicht. Das problematische Update wurde aufgrund eines Fehlers vom Content Validator des Systems übersehen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
ICT-Berufsbildung Schweiz erhält neue Co-Vizepräsidentin
Schweizer Firmen forcieren KI-Projekte trotz Sicherheitsrisiken
Hybride Meetings im Jahr 2026: Es kommt nach wie vor auf die Technik an
Klarheit zeigt Wirkung: Wie SRF seine Organisation ausgerichtet hat und weiterdenkt
US-Gericht verurteilt Google und Meta wegen Förderung von Social-Media-Sucht
Cowboys ersetzen Römer beim Wagenrennen
31 neue KI-PCs, 1 physische Schutzlösung und 2 quantensichere Drucker-Serien
KI in der Schweiz: Umsetzung jetzt entscheidend
FHNW eröffnet neues Security Lab