Infomaniak rät seinen Kunden, ihr Passwort zu ändern
Cyberkriminelle haben versucht, Infomaniak anzugreifen. Der Schweizer Hoster konnte einen Datenabfluss verhindern. Dennoch rät das Unternehmen seinen Kunden, ihre Passwörter zu ändern.
Infomaniak hat Glück gehabt. Das Unternehmen wurde nämlich von Cyberkriminellen angegriffen, konnte den Angriff jedoch abwehren. Das geht aus einer vom Schweizer Hoster verschickten Kundeninformation hervor, die der Redaktion vorliegt. Darin erklärt das Unternehmen, der Angriff sei "auf eines unserer Verwaltungssysteme" erfolgt. Die Angreifer hätten demnach versucht, administrative Daten von Infomaniak-Kunden abzugreifen - also Vorname, Nachname, Telefonnummer, Adresse, Vertragsdaten sowie Passwörter. Letztere, fügt das Unternehmen hinzu, habe man verschlüsselt gespeichert.
Die bösartigen Aktivitäten habe man dank eines Schutzsystems und dem schnellen Eingreifen der Sicherheitsteams erkannt und blockiert. "Es gibt keine Hinweise darauf, dass Daten kompromittiert wurden", schreibt Infomaniak. Dennoch rät das Unternehmen seinen Kunden, ihr Kontopasswort zu ändern. "Wir gehen kein Risiko ein", heisst es dazu.
In der Mitteilung stellt der Hoster zudem klar, dass die auf seinen Diensten gespeicherten Kundendaten (Mail, K-Drive, K-Chat, Hosting und so weiter) sowie die gespeicherten Kreditkartendaten "geschützt und sicher" seien.
Infomaniak mit Hauptsitz in Genf betreibt eine Reihe von Webdiensten. Das Unternehmen positioniert sich gerne als Schweizer Alternative zu den US-amerikanischen Hyperscalern. Im Oktober 2024 lancierte Infomaniak beispielsweise eine KI-Plattform für sensible Unternehmensdaten. Mehr dazu lesen Sie hier.
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