Kinderspital Zürich will medizinisches Personal mit KI entlasten
In einer Partnerschaft mit Cisco, Netcloud, Zühlke und 44ai beginnt das Universitäts-Kinderspital Zürich, an einer KI-Plattform für Spitäler zu arbeiten. Fokus des Pilotprojekts soll vorerst auf medizinischen Berichten liegen. Dies soll das Personal administrativ entlasten.
Im Rahmen des Digital-Acceleration-Programm (CDA) von Cisco beginnt ein Pilotprojekt mit dem Universitäts-Kinderspital Zürich, Zühlke, 44ai sowie Netcloud. Mit dem Ziel, administrativen Aufwand für medizinisches Personal durch eine KI-Plattform zu reduzieren, haben die Partner im August 2025 einen "Letter of Intent" unterschrieben, wie Cisco mitteilt. Dazu habe Cisco zuerst mit dem Kinderspital den klinischen Alltag analysiert und für 15 Anwendungsfälle den Return on Investment (ROI) bestimmt. Ein Fachgremium habe sich anschliessend für den Anwendungsfall "KI-Bericht" entschieden, heisst es weiter.
Der Fokus des Pilotprojekts soll laut Mitteilung auf folgenden drei Punkten liegen:
- Automatisierte Erstellung medizinischer Berichte aus strukturierten sowie unstrukturierten Daten
- KI-gestützte Zusammenfassung der Krankengeschichte, um Fehler und Zeitaufwand zu reduzieren
- Sprach-zu-Text-Systeme zur Dokumentation ärztlicher Gespräche sowie zur Vorformulierung von Berichten
Mit der Umsetzung dieser Funktionen soll es dem medizinischen Personal möglich werden, sich stärker auf die direkte Patientenversorgung zu konzentrieren. "Wir sehen in KI das Potenzial, Prozesse spürbar zu verbessern - dabei bleibt für uns immer der Mehrwert für den Menschen im Fokus. Die Zusammenarbeit mit Cisco, Zühlke, Netcloud und 44ai bringt uns dabei entscheidend voran." sagt Matthias Bryner, CIO des Kinderspitals Zürich, dazu.

Matthias Bryner ist CIO des Kinderspitals Zürich. (Source: zVg)
Mit dem Projekt soll die Grundlage für sicheren und nachhaltigen Einsatz von KI im Gesundheitswesen geschaffen werden, sagt Garif Yalak, Mitglied der Geschäftsleitung Cisco Schweiz und verantwortlich für Ciscos Co-Innovations- und Investitionsprogramm CDA in der Schweiz. Die Plattform soll nämlich künftig auch anderen Schweizer Spitälern zugänglich gemacht werden.
Technologisch werde die Plattform auf Cisco-Infrastruktur basieren. Dazu gehören Systeme wie Cisco UCS X-Series, wie Cisco mitteilt. Es handle sich um eine On-Premise-Lösung, die auf der Infrastruktur des Kinderspitals betrieben werde. Dabei begleite Zühlke strategisch, Netcloud unterstütze operativ und 44ai stelle die Softwareplattform zur Verfügung, heisst es weiter. Die Plattform soll laut Cisco den klinischen Alltag und die Prozesse verändern, während der Datenschutz sowie die Informationssicherheit gewahrt bleiben.

Garif Yalak ist Mitglied der Geschäftsleitung Cisco Schweiz und verantwortlich für Ciscos Co-Innovations- und Investitionsprogramm CDA in der Schweiz. (Source: zVg)
Im Kanton Thurgau haben 18 Spitäler und Kliniken einen Cybersecurity-Verein gegründet, um ein Frühwarnsystem zur Erkennung von IT-Risiken im Gesundheitswesen zu etablieren. Mehr dazu können Sie hier lesen.
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