Sharepoint-Attacke trifft auch Kanton Graubünden
Nach der Bundesverwaltung meldet auch der Kanton Graubünden einen Cyberangriff auf seine Sharepoint-Server. Ersten Erkenntnissen zufolge sind keine Konten kompromittiert worden und keine Daten abgeflossen. Die Untersuchung dauert an.
Anfang August 2026 hat das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) über einen Cyberangriff auf die Sharepoint-Server der Bundesverwaltung informiert. Das Amt für Informatik (AFI) des Kantons Graubünden hat nun einen vergleichbaren Vorfall auf der kantonalen Sharepoint-Umgebung festgestellt, wie die Behörden mitteilen. Die Sharepoint-Umgebung sei für den Internetauftritt der kantonalen Verwaltung verantwortlich.
Laut ersten Untersuchungen gebe es keine Anzeichen dafür, dass Daten abgeflossen oder Konten kompromittiert worden seien. Vertrauliche Informationen oder besonders schützenswerte Personendaten seien nicht betroffen, da diese nicht auf Sharepoint-Servern gespeichert würden. Die Arbeiten an einer detaillierten Analyse des Cyberangriffs dauern laut Mitteilung weiterhin an.
Das AFI führt gemäss Mitteilung am Abend des 6. August 2026 ein ausserordentliches Update auf der kantonalen Website durch. Dieses diene der Behebung des Vorfalls sowie der Schliessung von Sicherheitslücken. Die Webseite werde deshalb für mehrere Stunden nicht erreichbar sein.
Das E-Portal und alle weiteren Fachapplikationen des Kantons Graubünden seien von dem Vorfall nicht betroffen. Sie bleiben demnach auch während des Updates erreichbar.
Die CISA hat übrigens im Juli vor aktiv ausgenutzten Lücken in Microsoft Sharepoint gewarnt. Hier lesen Sie mehr dazu.
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