Partner-Post Fachbeitrag von Sopra Steria

Agentic AI: Wie man seine neuen ­digitalen Mitarbeitenden führt

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von Bertrand Merlier, Sopra Steria Schweiz

Während KI-Assistenten auf Anweisungen reagieren, handeln KI-Agenten proaktiv, um ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Wir bewegen uns weg von reiner Automatisierung hin zur überwachten Autonomie. Ein solcher Agent agiert innerhalb von Zielen und Grenzen, die vom Menschen definiert werden.

Bertrand Merlier, Solution Architect und KI-Experte, Sopra Steria Schweiz. (Source: zVg)
Bertrand Merlier, Solution Architect und KI-Experte, Sopra Steria Schweiz. (Source: zVg)

Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen Agentic AI einführen werden, sondern wie sie deren Governance und Überwachung organisieren. 

Massnahmen, um KI-Agenten wirksam zu überwachen

Die Überwachung stellt die grösste Herausforderung bei agentischen Systemen dar. Der Mehrwert von Expertinnen und Experten liegt nicht mehr allein in der Erstellung eines Ergebnisses, sondern in ihrer Fähigkeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Qualität und Konformität der von den Agenten getroffenen Entscheidungen gewährleisten. Drei Elemente sind dabei besonders wichtig: 

  • Klar definierte Leistungsindikatoren: Akzeptanzkriterien, erwartete Qualitätsniveaus sowie messbare Ziele hinsichtlich Zeit, Kosten oder Ressourceneinsatz. 
  • Vollständige Nachvollziehbarkeit der ausgeführten Aktionen, damit Entscheidungen verstanden und Audits erleichtert werden können. 
  • Ein der Kritikalität der Aufgaben angepasstes Überwachungsniveau: von stichprobenartigen Kontrollen bis hin zur systematischen menschlichen Freigabe. 

Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ­Mitarbeitenden und KI-Agenten aufbauen

Die Einführung von KI-Agenten verändert die Arbeitsteilung grundlegend. Die Frage lautet nicht mehr, welche Aufgaben automatisiert werden sollen, sondern wie eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Menschen und autonomen Systemen organisiert werden kann. Entscheidend ist die Festlegung der Rahmenbedingungen, in denen jede Partei ihre Rolle behält: Die Mitarbeitenden behalten die Kontrolle, während der KI-Agent ausschliesslich innerhalb seines definierten Ausführungsbereichs tätig wird. Während KI Geschwindigkeit und Verarbeitungskapazität mitbringt, bleiben Aspekte wie Urteilsvermögen, Abwägungen und vor allem die Verantwortung für Entscheidungen weiterhin ausschliesslich beim Menschen.

Leistungsfähigkeit, Kostenkontrolle und digitale Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren 

Die Effizienz eines agentischen Systems bemisst sich nicht allein an seiner fachlichen Leistung. Sie muss auch die Betriebskosten, den Ressourcenverbrauch und die Umweltverträglichkeit berücksichtigen. Ein Agent kann für die Erledigung einer einzigen Aufgabe Dutzende von Modellaufrufen ausführen. Jeder verbrauchte Token, jeder Modellaufruf und jede Ausführungsschleife verursacht Kosten. Die Optimierung eines agentischen Systems basiert auf einem kontinuierlichen Abwägen zwischen Leistung und einem sparsamen Einsatz der verfügbaren Ressourcen.  

Fazit

Agentic AI schlägt ein neues Kapitel der digitalen Transformation auf. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten kann, muss sie überlegt und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es eine gemeinsame In­frastruktur, auf der Mitarbeitende KI-Agenten sicher, kontrolliert und wirtschaftlich effizient entwickeln und einsetzen können. Damit können spezialisierte KI-Agenten intelligent über den gesamten Lösungslebenszyklus orchestriert werden und ermöglichen die Zusammenarbeit in grossem Massstab. 

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