HSG-Studie ermöglicht Ranking europäischer Forschungslabors
Die deutschen Fraunhofer-Institute, die Max-Planck-Gesellschaft sowie das IBM-Forschungslabor Zürich werden in Europa als führende Forschungs- und Entwicklungszentren angesehen. Dies zeigt eine Studie des Instituts für Technologiemanagement der Universität St.Gallen, in der sich 112 Forschungsmanager zur Reputation von 33 Forschungslabors in Europa äusserten.
Für eine hohe Reputation sind laut der Mehrheit der Befragten folgende Kriterien entscheidend: wissenschaftliche Durchbrüche, die bereits führende Position in einem Forschungsfeld, die kommerziellen Auswirkungen von Forschungsresultaten, elegante Lösungen zu wissenschaftlich-technischen Problemen, die Übertragbarkeit von Resultaten auf andere Forschungsgebiete sowie die Reputation einzelner Forscher. Ein breites Portfolio an Forschungsfeldern wurde hingegen als unbedeutendster Faktor für die Reputation angesehen. Sie scheint vor allem für die Rekrutierung talentierter Nachwuchskräfte sowie strategischen Forschungspartnerschaften wichtig. Zudem wollen Arbeitnehmer attraktive Arbeitsbedingungen wie flexible Arbeitszeiten, Publikationsfreiheit und eine offene Diskussionskultur.
Die Studie wurde durch die Schweizerische Kommission für Technologie und Innovation (KTI) gefördert. Sie ist das Resultat der ersten Phase eines KTI-Projektes zum Markenwert von Forschungsorganisationen. Dessen Ziel ist es, eine Methode zur Messung des Markenwertes von Forschungsorganisationen zu entwickeln sowie Massnahmen zur gezielten Steuerung solcher Forschungsmarken abzuleiten. In der nächsten Projektphase soll eine Toolbox entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem IBM Forschungslabor Zürich optimiert werden.
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