Studie gegen Netzneutralität befürchtet Verlangsamung des Internets
Vor wenigen Tagen sorgte eine Studie für Schlagzeilen, die voraussagte, dass das Internet schon in drei Jahren an seine Kapazitätsgrenzen stossen könnte: Weil das Herunterladen von Videos und andere breitbandintensive Dienste immer beliebter werden, soll die Zugriffsgeschwindigkeit in den USA 2010 auf das Niveau eines 56k-Modems fallen. Helfen könne nur der massive Ausbau der Internetinfrastruktur mit Investitionen in den kommenden Jahren von über 100 Milliarden US-Dollar, so die Studie. Konsequenzen könnte die Netzverlangsamung vor allem für die Innovation haben, meinen die Studienmacher. Neue „Google, Youtube oder Amazon“ könnten nicht entstehen, „nicht, weil es keinen Bedarf gibt, sondern weil die Infrastruktur die notwendigen Kapazitäten nicht bereitstellt“, heisst es in der Studie.
Wie die Presse nun schreibt, wurde die Studie finanziert durch die Internet Innovation Alliance, die sich in den USA stark für das Aufheben der Netzneutralität einsetzt. Das Thema Netzneutralität wird in den USA schon länger auf politischer Ebene diskutiert. Vor kurzem war Netzneutralität auch in der Schweiz wieder ein Thema: Anfang des Monats teilte der Verband Schweizer Kabel-TV-Unternehmen Swisscable mit, überprüfen zu wollen, ob man gegen Anbieter wie Youtube und Zattoo vorgehen müsse, weil diese einseitig von der Netzinfrastruktur der Kabel-TV-Unternehmen profitieren würden.
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