Studie: Green-IT spielt noch kleine Rolle in Schweizer Rechenzentren
Das grösste Kopfzerbrechen bereitet den Betreibern von Rechenzentren in der Schweiz die anschwellende Datenflut und der damit wachsende Speicherbedarf. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Schaffhauser Marktforschungs- und Beratungsunternehmens MSM Research. In Rahmen der Untersuchung wurden 300 Unternehmen zu Datacenter-Investitionsplänen und 90 Unternehmen zu qualitativen Themen befragt. Ebenfalls als grosse Herausforderung sieht die IT in den befragten Unternehmen die hohe verlangte Verfügbarkeit und die Abhängigkeit des Business von der IT. Letzteres ist freilich auch als positiver Aspekt aus Sicht der ICT-Branche zu werten.
Offenbar hat sich der Green-IT-Gedanke in den Schweizer Rechenzentren noch nicht ganz durchgesetzt: 63,4 Prozent der befragten Unternehmen haben keine definierte Green-IT-Politik. 24,4 Prozent gaben an, eine solche zu verfolgen. Die Unternehmen, die Green-IT-Ansätze verfolgen sehen als vorrangige Massnahme das Entfernen von ungenutzten alten Servern (71,1 Prozent). Auch das Senken der Energieausgaben durch Virtualisierung und Konsolidierung steht hoch im Kurs (62,2 Prozent). Noch relativ selten wird hingegen auf die Automatisierung des Rechenzentrums gesetzt (15,7 Prozent). Stromsparmassnahmen bei Licht, Kühlung und Klima bezeichnen 27,8 Prozent der Unternehmen als wichtige Massnahme.
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