Studie: Scharfe Schelte für Telco-Websites
Die Telekommunikationsbranche ist nicht so trendy und kundenorientiert, wie sie sich gibt. So lautet das ernüchternde Verdikt der Studie "Benchmarking der eSales-Aktivitäten in der Telekommunikationsbranche" des Wiesbadener Usability-Spezialisten Hurst + Vogler und des IT-Beratungsunternehmens Cambridge Technology Partners, einer Novell-Tochter. Experten führten eine umfassende Analyse der Websites von 15 Telekomunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch, um deren Leistungsangebot (Verfügbarkeit einer Leistung und eSales-Relevanz der Bausteine) und Umsetzungsqualität (Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität, Inhalt und Branding) aus Sicht des Kunden zu überprüfen. Sehr ruhmreich ist das Ergebnis nicht ausgefallen: Der Sieger, D2 Vodafone, erreicht im Test nur gerade knapp die Hälfte der möglichen Punktzahl. Auf dem zweiten Platz folgt O2, auf Rang 3 E-Plus und auf Rang 4 die Deutsche Telekom. "Insgesamt genügen die untersuchten Internetportale kaum den hohen Ansprüchen der Internetnutzer an eine virtuelle Einkaufsberatungswelt", hält die Studie fest. Die Autoren fordern einen so genannten "Flow"-Effekt: Der Benutzer müsse vergessen, dass er sich auf eine Website befindet und sich intuitiv durch den Cyberraum bewegen können. "Die Telekommunikationsunternehmen haben mit der technischen Entwicklung der letzten Jahre nicht mitgehalten", lautet das Fazit der Autoren. Es genüge heute nicht mehr, eine schicke Website mit vielen Funktionen zu haben. Getestet wurden die Internetauftritte von 1&1, A1, Arcor, Cablecom, D2 Vodafone, Debitel, E-Plus, Mobilcom (Freenet), O2, Orange, Sunrise, Swisscom, Tele2, Telekom.at und T-Com/T-Mobile/T-Online.
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