Studie: Skandinavier führen beim E-Government
Skandinavische Länder sind beim E-Government weltweit führend: In Dänemark nutzen 63 Prozent der Erwachsenen-Bevölkerung E-Government-Services, in Norwegen sind es 62 Prozent, gefolgt von Finnland mit 58 Prozent. Auf der anderenen Seite der Skala stehen mit wenigen E-Government-Nutzern eine Reihe von EU-Beitrittskandidatenländer wie Lettland, Litauen, Polen, Ungarn und Bulgarien mit Werten von ein bis maximal 14 Prozent. Fans der elektronischen Abwicklung von Behördenwegen sind neben den Skandinaviern hingegen 53 Prozent der Bewohner von Singapur, 52 Prozent der Niederländer, 47 Prozent der Australier, 45 Prozent der Neuseeländer, 44 Prozent der US-Amerikaner und 43 Prozent der Hongkong-Chinesen. In Deutschland greifen indes nur ein Viertel der Erwachsenen-Bevölkerung auf das E-Government-Angebot zurück. In allen untersuchten Ländern ist die Nutzung von E-Government-Angeboten im laufenden Jahr gegenüber 2002 leicht gestiegen. Bei der Art der Nutzung dominiert weiterhin die Informationssuche. Für die Studie befragte das Londoner Marktforschungsinstitut TNS rund 32'000 User in 32 Industrie- und Schwellenländer. Zahlen aus der Schweiz und Österreich wurden nicht erhoben. Gemäss einem Bericht der Internationalen Telekommunikations-Union ITU erreicht das E-Government-Anbebot der Schweiz hinter den skandinavischen Ländern sowie den Ländern USA, Kanada, Grossbritannien und Australien aber noch vor Deutschland den achten Platz. Die ITU untersuchte die E-Government-Nutzung von Usern aus UNO-Mitgliedstaaten.
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