Götz Ardey, CTO, Skyguide
Götz Ardey ist seit 2025 CTO von Skyguide. Davor war er in verschiedenen Funktionen bei Skyguide sowie bei der Lufthansa-Gruppe tätig. Seine Ausbildung: promovierter Luft- und Raumfahrtingenieur, MBA Cranfield, Studium Industrial Design. In seiner Freizeit segelt er und ist privat schon selbst geflogen.
Sie haben eine Million zu verschenken. Wer erhält sie?
Eine Organisation, die jungen Menschen Zugang zur MINT-Ausbildung verschafft. Die Schweiz und Europa sind auf Talente in Technik und Naturwissenschaften angewiesen, und genau dort fängt die Wertschöpfung an. Mir persönlich liegt die Förderung von Nachwuchs in Luftfahrt und Engineering am Herzen, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie prägend ein früher Zugang zu diesen Themen ist.
Was imponiert Ihnen besonders?
Menschen, die unter Druck ruhig bleiben und trotzdem Entscheidungen treffen. In meinem Umfeld sehe ich das täglich bei unseren Fluglotsen: höchste Konzentration, klare Verantwortung, keine Show. Diese Mischung aus Kompetenz, Bescheidenheit und Verantwortungsbewusstsein imponiert mir mehr als jede laute Selbstdarstellung.
Was ist Ihr grösstes Laster?
Ein Hang zum Perfektionismus, der mich gelegentlich mehr Energie kostet, als gut wäre. Dazu schlechter Espresso. Darüber kann ich mich tatsächlich schon am Morgen grundlos ärgern.
Wie lautet Ihre Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest?
42, selbstverständlich. Was mich an dieser Antwort bis heute überzeugt: Sie erinnert daran, dass die richtige Antwort wenig wert ist, wenn man die Frage nicht versteht. Das ist nebenbei eine ganz gute Regel für jede Technologieentscheidung.
Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht?
Über die Selbstverständlichkeit, mit der mir ein Sprachmodell eine völlig falsche, aber wunderschön formulierte technische Erklärung untergejubelt hat. Eine gute Erinnerung daran, dass Eloquenz und Wahrheit zwei verschiedene Dinge sind.
Welches IT-Gadget war für Sie ein Fehlkauf?
Einer dieser Smarthome-Hubs, der heute drei Apps, zwei Cloud-Konten und eine ständige Internetverbindung braucht, um eine simple Lampe zu schalten. Manche Probleme löst man besser ohne Software.
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