Merkwürdiges aus dem Web

Lightning McQueen machte das irgendwie anders

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Merkwürdiges aus dem Web". Gute Unterhaltung!

fki. Roborace ist die erste Rennserie für autonome Fahrzeuge, also für Rennautos, die sich selbst fahren. Die Realversion von Disneys Cars steckt allerdings noch in der Betaphase. Was wohl auch gut ist. Denn in einem der ersten Livestreams Ende Oktober drehte sich eines der Fahrzeuge direkt nach dem Start um 90 Grad und fuhr gerade gegen eine Wand, wie Business Insider berichtet. Verschiedene Twitter-User haben Videos vom Vorfall mit dem Fahrzeug des Schweizer Team Acronis SIT gepostet. Die Rennserie steckt noch in den Kinderschuhen und verfolgt das Ziel, dass die Teams mit ihrer Software das autonome Fahren verbessern. Allerdings stellen Vorfälle wie dieser auch klar, dass die ganze Technologie noch längst nicht marktreif ist.

"Guter Junge" – aber ohne Fell

mka. "Spot" lernt mithilfe positiver Bestärkung, wie er sich richtig zu verhalten hat. Aber nein, "Spot" ist kein Hund, sondern ein Roboter. An der Johns Hopkins University lernt er beispielsweise, Bauklötzchen zu stapeln. Um 100 Prozent Genauigkeit zu erreichen, hat der Roboter früher einen Monat gebraucht. Mit positiver Bestärkung kriegt es "Spot" innerhalb von zwei Tagen hin, wie "Pressetext.com" schreibt. Aber wieso interessiert sich "Spot" für Lob? Natürlich ist es dem Roboter nicht wichtig, was die Professoren von ihm denken. Er erhält im Gegensatz zu den Vierbeinern auch keine feinen Leckerlis. Sein Algorithmus will aber viele Punkte erzielen. Und wenn "Spot" keine Fehler macht, bekommt der gute Junge auch mehr Punkte. In Zukunft soll Spot natürlich auch keine Bauklötzchen stapeln. Man hofft, mit dem neuen Ansatz Robotern Lösungswege für komplexe Aufgaben beibringen zu können. So soll "Spot" in Zukunft beispielsweise die Wäsche für eine Seniorin erledigen. Schliesslich ist das eine Win-win-Situation: Die Seniorin hat einen guten Jungen, der ihr auch noch die Wäsche macht. Und "Spot" bekommt seine feinen Leckerlis … äh, Punkte!

(K)eine Reparatur, bitte!

pbe. Nicht nur Banker und Anwälte – auch Smartphone-Reparateure treffen bei der Arbeit auf moralische Dilemmas. Dies zeigt ein Bericht von "20 Minuten". In Michigan brachte demnach ein Ehepaar ein kaputtes Handy in die Reparatur. Als der Reparateur das Gerät öffnete, fand er darin eine Nachricht des Ehemannes, mit der Bitte, das Telefon nicht zu reparieren, da seine Frau die Anrufliste durchgehen wolle. Ein 100-US-Dollar-Schein lag auch dabei. Unsicher über das weitere Vorgehen lud der Reparateur ein Video von Zettel und Geldnote auf Tik Tok – dem naheliegendsten Portal zur Diskussion ethischer Fragen. Der Clip ging viral. Viele User drängten den Reparateur, der Ehefrau von dem Bestechungsversuch zu erzählen. Andere behaupteten, dies würde gegen den "Bro Code" verstossen. Letztlich entschied sich der Reparateur dazu, reinen Tisch zu machen. Er lud die Konfrontation auf Tik Tok; die Frau war lediglich fluchend im Hintergrund zu hören. Ob die Sache gestellt ist, bleibt unklar. Eine gute Geschichte ist’s aber ­sicherlich.

Die selbstfahrenden Teslas fahren ­ wie Betrunkene

kfi. Das Warten hat ein Ende. Endlich ist es vorbei mit dem Alkohol, vorbei ist es mit den Besuchen in Clubs, vorbei mit all den Stunden mit besoffenen Kollegen in derselben Promillehölle: Endlich wird der coole Schlangenlinienfahrstil zusammen mit dem Wagen ausgeliefert. Wie "Der Standard" berichtet, hat Tesla den "Full Self Driving"-Modus in der Betaphase lanciert. Zwar empfiehlt das Unternehmen, dem Gefährt nicht die komplette Kontrolle zu überlassen. Doch wurden die Beta-Tester reich beschenkt, als sie es doch mal versuchten. Der Full-Self-Driving-Modus fährt wie ein Betrunkener, fasst ein Tester zusammen. Endlich kann man sich die verlorenen Stunden in der Kneipe also schenken und nach der Vereinsaktivität einfach nur nach Hause gehen, anstatt sich noch ewig ins Delirium zu saufen. Man kann sich getrost darauf verlassen, dass der Wagen genauso nach Hause fährt, als hätte man all diese Dinge bereits getan. Die 10 000 Euro, die zur Aktivierung des neuen Fahrmodus notwendig sind, sind durch die Ersparnis beim Alkohol also bald wieder reingeholt.

Hacker lassen Birsfelden auf alten Bürostühlen sitzen

lha. Die Gemeindeverwaltung von Birsfelden im Kanton Basel-Landschaft war bereit für den Umzug in neue Büroräume, die bestellten neuen Möbel nicht. Die Firma, die diese herstellen sollte, wurde nämlich Opfer von Cyberkriminellen. Wie "bzBasel" berichtet, sind Hacker in die Systeme der US-amerikanischen Möbelfirma Steelcase eingedrungen. Sie versuchten, das Unternehmen zu erpressen. Steelcase sei zwar dabei, den Betrieb wieder aufzunehmen, die Gemeindeverwaltung müsse sich trotzdem noch ein Weilchen gedulden. Die einzigen Räume, in denen die Verwaltungsangestellten momentan nicht auf dem Boden sitzen müssten, sind die Pausen- und Sitzungszimmer, da das Mobiliar hier von einem Hersteller in der Schweiz stammt. Die Gemeindeverwaltung bleibt daher auf unbestimmte Zeit in ihren alten Büros. Die Mitarbeitenden so lange ins Homeoffice zu schicken, bis die neuen Möbel ankommen, sei keine Option. Denn anders als Steelcase ist die Gemeindeverwaltung noch wenig digital unterwegs und brauche Zugriff auf Dokumente in Papierform.

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