Merkwürdiges aus dem Web

Robotaxi bringt alkoholisierte Teenager zur Polizei

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten ­Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!

(Source: trokerr, flatvectors, siraanamwong - stock.adobe.com)
(Source: trokerr, flatvectors, siraanamwong - stock.adobe.com)

tse. Nachdem ein Robotaxi von Waymo im Januar noch einem Einbrecher zur Flucht verholfen hatte – siehe "Merkwürdig" in der "Netz­woche"-Ausgabe 8 –, haben sich die selbstfahrenden Taxis nun auf die Seite des Gesetzes geschlagen. Kürzlich begaben sich nämlich in der kalifornischen Stadt San Mateo zwei 15-Jährige auf eine Spritzfahrt in einem solchen Fahrzeug, wie "Futurezone" berichtet. Dabei hätten sie Alkohol getrunken und mit Spielzeuggewehren um sich geschossen. Waymo bemerkte laut Bericht das Verhalten und verständigte kurzerhand die Polizei, worauf diese mit einem Grossaufgebot ausrückte – schliesslich waren vermeintlich Waffen im Spiel. Erst als das Robotaxi die Teenager den Beamten auslieferte, stellte sich heraus, dass keine Gefahr von den Jungen ausging. Da kann man nur froh sein, dass die beiden ein Robotaxi wählten – "denn alkoholisiertes Fahren hätte die Sache noch viel schlimmer gemacht", schreibt das San Mateo Police Department auf Facebook. 

Alles richtig, voll daneben

jor. Wer bei einer Prüfung schummeln will, muss erfinderisch sein. Wer das verhindern will, offenbar noch mehr. Die Universidad Nacional Autónoma de México, Mexikos grösste Universität, setzte bei ihrer Aufnahmeprüfung erstmals auf ein vollständig digitales Verfahren: Ein Spezialbrowser sollte unerlaubte Programme blockieren, während eine KI via Webcam darüber wachte, ob jemand das Bild verliess, ein Handy zückte oder sich anderweitig verdächtig benahm. Das Resultat war beeindruckend – allerdings anders als geplant. Plötzlich erhielten bis zu sechsmal so viele Prüflinge Spitzenergebnisse wie in den Vorjahren, wie "Der Standard" berichtet. Die Uni zog daraus einen naheliegenden Schluss: Irgendetwas muss der digitalen Aufsicht entgangen sein. Nun müssen fast 58 000 Kandidierende noch einmal antreten – diesmal vor Ort und unter menschlicher Aufsicht. Besonders bitter für all jene, die beim ersten Mal ehrlich waren. Wer es nicht war, hätte bloss eine Grundregel des gepflegten Schummelns beachten müssen: Willst du online mogeln, ohne aufzufliegen, musst du manchmal absichtlich danebenliegen. 

Kryonik für die Lebenden

ahu. Von einem Kühlschrank besonderer Art berichtet "Futurezone". Um die feuchtwarmen japanischen Sommer zu überstehen, verspricht Automatenhersteller SDRS eine unkonventionelle Methode zur Abkühlung. Den in japanischen Städten allgegenwärtigen "Jihanki"-­Automaten nachempfunden, biete die sogenannte Do-Hiemon-Box eine Sitzbank im Inneren und sei konstant auf 15 Grad Celsius gekühlt. Wer dringender Kühlung bedarf, soll sich in der Box von einer erfrischenden Brise umwehen lassen können, die in Form eines auf 5 Grad Celsius heruntergekühlten Luftstroms Kopf, Nacken, Schultern und Rücken anvisiert. 10 Minuten im Kühlschrank reichen demnach zur Abhilfe gegen die Sommerhitze aus. Mit einem Preis von umgerechnet etwa 7600 Franken ist die Box in erster Linie für Geschäftskunden gedacht – jedoch wäre ein Einsatz auch auf öffentlichen Plätzen denkbar. Anstelle eines Burnouts droht den Mitarbeitenden also nach erfolgreicher Behandlung nur noch eine gehörige Unterkühlung.

What happens at Def Con does not stay at Def Con

cka. Anfang August hat in Las Vegas die diesjährige Ausgabe der Hacker-Konferenz Def Con stattgefunden. Der Anlass zieht ein globales Publikum an und viele Gäste müssen im Anschluss an die Def Con wieder nach Hause fliegen. Doch manche Hacker konnten das Hacken wohl nicht lassen – sogar als sie im Flieger sas­sen, wie "The Register" berichtet. Das erste Anzeichen, dass auf dem Delta-Flug 591 nach Atlanta etwas schieflief, war eine Meldung der Crew: Ein Passagier habe das offizielle WLAN gestört und ein eigenes eingerichtet mit der Bezeichnung "DELTA WIFI FAST". Die Crew ging davon aus, dass ein Passagier die anderen wohl betrügen wolle. Falls es nur ein böser Scherz eines Def-Con-Besuchers war, war es ein sehr unüberlegter Scherz: Das absichtliche Stören von WLAN-Verbindungen kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 10 000 US-Dollar bestraft werden. Die Untersuchung des Vorfalls läuft noch, aber für den Hacker könnte es übel enden. Wer in Vegas hackt, wäre also wohl besser in Vegas geblieben. 

In der falschen Welt

rja. Eine Überraschung erlebten die Angestellten der thailändischen Niederlassung des Facebook-Konzerns Meta. Aus einem Postpaket sprang ihnen ein Eichhörnchen entgegen, wie "Futurezone" berichtet. Einmal befreit, rannte das süsse Tierchen 20 Minuten lang durch die Büros. Einem Angestellten, der es einfangen wollte, habe es im Zorn den Finger verkratzt, bevor es sich dann in die Freiheit abgesetzt habe. Wer Meta das Eichhörnchen schickte und warum, bleibt unklar. Allerdings beschreiben eigenartige Überraschungen, süsse Tierchen und ein Quantum Zorn ziemlich genau den Wahnsinn, der sich in der virtuellen Facebook-Welt jeden Tag abspielt. Vielleicht hat sich das Eichhörnchen nur verrechnet und ist aus Versehen in der realen Welt gelandet.

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