Analysten betrachten Google trotz guter Zahlen skeptisch
1,2 Milliarden US-Doller Gewinn bei 4,8 Milliarden US-Dollar Umsatz – so lautet Googles Geschäftsergebnis im vierten Quartal 2007. Das ist die Hälfte mehr Umsatz und 17 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr setzte Google 16,6 Milliarden US-Dollar um (plus 56 Prozent) und erwirtschaftete einen Gewinn von 4,2 Milliarden US-Dollar (plus 36 Prozent).
Trotz des Wachstums zeigten sich die Börsenanalysten keineswegs angetan von den Zahlen: Sie hatten mehr erwartet. Insbesondere der Anteil der Traffic-Acquisition-Kosten (TAC), also jener Teil der Einnahmen, den Google an seine Partner abgeben muss, fiel im vierten Quartal höher aus, als den Analysten lieb ist. Ohne TAC setzte Google 3,39 Milliarden US-Dollar um, die Analysten hatten 3,45 Milliarden US-Dollar erwartet.
Nach Bekanntgabe der Ergebnisse fiel denn Googles Aktienkurs auch zunächst um 7 Prozent. Inzwischen ist er jedoch wieder angestiegen. Dennoch befürchten die Analysten, in Googles Zahlen machten sich Anzeichen bemerkbar, dass das Onlinewerbegeschäft von der verlangsamten Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Das Google-Management zeigt sich hingegen erfreut über die guten Quartalszahlen und gibt sich optimistisch: Die derzeitige US-Wirtschaftslage habe momentan keinen schlechten Einfluss auf den Geschäftsverlauf, versicherte Mitgründer Sergey Brin.
Gestern schrieb das Wall Street Journal zudem, Googles Führung habe sich zu einem langfristigen Engagement verpflichtet. Gegenüber der Zeitung bestätigte ein Sprecher, dass sowohl die Firmengründer Larry Page und Sergey Brin als auch CEO Eric Schmidt vor dem Börsengang im Jahr 2004 einen 20-Jahres-Vertrag unterzeichnet haben.
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