Auch Yahoo will ins Musik-Business

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Hinter dem Kauf des Software-Entwicklungsunternehmens Mediacode durch Yahoo vom letzten Dezember stehe die Absicht des Portalbetreibers, eine eigene digitale Jukebox und einen eigenen Mediaplayer zu entwickeln. Dies berichtet die US-Agentur Cnet unter Berufung auf gut informierte Kreise. Im Mediacode-Team arbeiten zwei der Gründer von Nullsoft, Entwicklerin des Winamp-Players für Windows. Yahoo lehnte eine Stellungnahme ab. "Wir kommentieren keine Gerüchte", erklärte Yahoo-Sprecherin Charlene English gegenüber dem Newsdienst. Falls die Meldung mehr als ein Gerücht ist, bedeutet die Entwicklung eine Kehrtwende in Yahoos Online-Strategie, die bisher auf Streaming-Angebote im Rahmen ihrer Premium-Dienste fokussierte. Neben einer kompletten Neuentwicklung käme auch die Übernahme eines existierenden Music Stores in Frage, wird spekuliert. Es sollen sogar schon Verhandlungen mit dem Anbieter MusicMatch laufen. Bis dies allenfalls eintrifft, informiert Yahoo und auch Lycos lieber über ein anderes Phänomen im Zusammenhang mit der Musikindustrie. Auf beiden Portalen wurde die Brustwarze, die Janet Jackson in der Pause des Superbowl-Finals (nicht) zeigte, mehr nachgefragt als die Ereignisse des 11. September 2001. In den ersten 24 Stunden nach dem Zwischenfalls sollen rund 20 Prozent aller Suchangaben dem inszenierten Skandalauftritt von Michael Jacksons Schwester gegolten haben.