Bakom eröffnet Konsultation zu frei gewordenen UMTS-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat eine öffentliche Konsultation zu den Vergabemöglichkeiten von freien UMTS-Frequenzen eröffnet. Diese Frequenzen sind seit Jahren frei: Die Telefonica-Tochter 3G Mobile hatte 2000 eine UMTS-Konzession ersteigert und 2002 ihr Projekt, in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien ein UMTS-Netz zu erstellen, abgebrochen. Ende Oktober gab das Bundesgericht der Comcom recht, 3G Mobile die UMTS-Konzession entzogen zu haben. Seit diesem Zeitpunkt sind rund 30 MHz Spektrum im UMTS-Kernband verfügbar. Zusätzlich werden per 1. Januar in Europa im 2,5 GHz Bereich (UMTS-Erweiterungsband) weitere 190 MHz für die Erbringung von mobilen breitbandigen Diensten frei. Es ist vorgesehen, in einer ersten Phase eine Konzession im UMTS-Kernband zu vergeben. Anschliessen kann die Vergabe des UMTS-Erweiterungsbandes erfolgen.
Im Auftrag der Comcom führt das Bakom nun die Vorbereitungsarbeiten für die mögliche Konzessionierung von freien Frequenzen im UMTS Kern- und Erweiterungsband durch. Die Konsultation enthält Fragen zu Themen wie Konzessionierung, Marktentwicklung, Bedürfnis an den zur Verfügung stehenden Frequenzen sowie Umweltschutz und Raumplanung. Sie dauert bis zum 2. November. Gestützt auf die Auswertung wird das Bakom der Comcom Vorschläge für das weitere Vorgehen unterbreiten. Eine Ausschreibung könnte im Laufe des Jahres 2008 erfolgen.
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