Stadt Winterthur will Software-Quellcodes offenlegen
Die Stadt Winterthur will eine rechtliche Grundlage zur Offenlegung von Software-Quellcodes schaffen. Damit sollen Behörden, Unternehmen und weitere Organisationen öffentlich finanzierte Software einfacher nutzen und weiterentwickeln können.
Der Winterthurer Stadtrat hat beim Stadtparlament eine Ergänzung der Informationsverordnung beantragt. Damit will er die rechtliche Grundlage schaffen, um Quellcodes von Software künftig als Open Source offenzulegen, wie die Stadt Winterthur in einer Mitteilung schreibt. Auch die Nutzung, Weiterentwicklung und Weitergabe der Software wolle man damit regeln. Inhaltlich orientiere sich die geplante Anpassung am Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben (Embag).
Von der Offenlegung sollen laut Mitteilung nicht nur Behörden, sondern auch Unternehmen und weitere Organisationen profitieren. Sie könnten dadurch gemeinsam entwickelte Software nutzen und weiterentwickeln. Die Stadt erhoffe sich davon weniger Doppelspurigkeiten und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen.
Die Informatikdienste der Stadt Winterthur werden gemäss Mitteilung nun Richtlinien für die Umsetzung erarbeiten.
Die Stadt Winterthur hat übrigens per Anfang Juni 2026 eine zentrale Leitlinie für die IT-gestützte Modernisierung der Stadtverwaltung und ihrer Dienstleistungen festgelegt. Diese soll das Fundament für eine effiziente, sichere und bürgernahe IT-Infrastruktur schaffen, wie Sie hier lesen können.
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