Bertelsmann darf Napster nicht übernehmen
Ein amerikanisches Bundesgericht in Wilmington hat die Übernahme von Napster durch Bertelsmann blockiert. Bertelsmann wollte die Vermögenswerte von Napster für 9 Millionen kaufen. Andere Plattenlabels waren damit nicht einverstanden und machten dies auch vor Gericht geltend. Sie bemängelten, dass 9 Millionen Dollar kein fairer Preis sei. Für den Entscheid des Gerichts spielte laut amerikanischen Medienberichten die Rolle des Napster-Chefs Konrad Hilbers eine wichtige Rolle, der sich offensichtlich schon vorher sehr Bertelsmann verpflichtet gefühlt habe. Bertelsmann sagte zu dem Gerichtsurteil, man akzeptiere es und werde den Kauf von Napster nicht weiter verfolgen. Diese Reaktion erstaunt nicht, denn nach dem Führungswechsels bei Bertelsmann war ohnehin schon angezweifelt worden, dass Bertelsmann das Abenteuer Napster zu Ende bringen würde. Das Kapitel Napster dürfte nun für Bertelsmann abgeschlossen sein, und Napster wird wohl
liquidiert.
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