Bürgerrechtler bringen Vorschläge für P2P-Legalisierung

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Die Electronic Frontier Foundation EFF, eine US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation, hat Vorschläge zur Legalisierung von P2P-Tauschbörsen veröffentlicht. In einem White Paper mit dem Titel "Let the Music Play" regt die EFF eine allgemeine Nutzungsgebühr als Lizenz für den legalen Tausch von urheberrechtlich geschützten Inhalten an, ähnlich wie beim Radio. "In den gegenwärtigen Schlachten um P2P-File-Sharing verlieren alle", monieren die Autoren. Die Verkäufe der Plattenlabels sänken weiterhin, während zig Millionen Musik-Tauscher kriminalisiert würden. "Dabei hat die juristische Kampagne gegen Musikliebhaber noch keinen einzigen Penny in die Kassen der Künstler gebracht." Vier Faktoren müssten gemäss den Autoren bei einer fairen Lösung berücksichtigt werden: 1. Die Künstler und Urheberrechtsinhaber müssten gerecht entlöhnt werden. 2. P2P wird auch weiterhin existieren. 3. Die Fans sind die besseren Distributoren als die Plattenlabels. 4. Staatliche Eingriffe sollten minimal gehalten werden. Als Lösung postuliert die EFF eine gemeinsame Inkasso-Gesellschaft der Copyright-Inhaber. Für eine monatliche Gebühr dürften Fans legal Songs downloaden und anbieten, unabhängig von der verwendeten Software oder Hardware. Das Geld würde gemäss Popularität an die Rechteinhaber verteilt. Bei einer Gebühr von monatlich 5 Dollar rechnet die EFF mit einem jährlichen Gewinn von über 3 Milliarden Dollar. Schliesslich entfalle mit P2P ein grosser Teil der Distributionskosten der Plattenlabel.