Cloud-Panne bei Microsoft und T-Mobile
Am Wochenende hat der Mobilfunkanbieter T-Mobile in den USA bekannt gegeben, dass einigen Kunden des Dienstes Sidekick persönliche Daten abhanden gekommen sind und voraussichtlich nicht wieder hergestellt werden könnten. T-Mobile hat in den USA rund eine Million Sidekick-Geräte verkauft, bei denen Push-E-Mail, Internetzugang oder das Fotoalbum nur über die Server der Microsoft-Tochter Danger abgewickelt werden.
Bisher waren von Microsoft und T-Mobile noch keine Informationen zur Panne bekannt geworden. Laut dem Magazin Engadget hatte Danger ein Upgrade seines Storage Area Network für Sidekick dem Unternehmen Hitachi überlassen. Beim Start des Upgrades sei es zu Problemen gekommen und Daten wurden gelöscht. Das Problem dabei ist, dass Danger über kein Backup verfügt. Da die Daten bei der Panne serverseitig verlorengegingen, rät T-Mobile den Sidekick-Nutzern ihre Geräte nicht vollständig abzustellen. Dadurch würden eventuelle Kopien von verlorengegangen Daten auf den Geräten endgültig gelöscht.
Microsoft hat nun aber angekündigt, dass sie wohl einen grossen Teil der verlorengegangenen Daten wiederherstellen könnten, so David Beigie, Vizepräsident für Kommunikation bei T-Mobile gegenüber der New York Times. Kunden mit einem signifikanten Datenverlust bietet der Mobilfunkanbieter eine Gutschrift in der Höhe von 100 Dollar, so Beigie weiter.
Die Panne könnte Microsoft für ihr Cloud-Angebot, das offiziell im nächsten Monat starten soll, geschadet haben. Zumindest wird es nach diesem Vorfall viel Arbeit brauchen die Kunden von den Auslagerungsdiensten in der Wolke zu überzeugen.
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