Comparis: Roaming-Abzocke bei Datentransfers
Mittlerweile sind sich die meisten Handynutzer bei Telefonaten im Ausland der hohen Roamingkosten bewusst. Mit der starken Verbreitung von Smartphones lauert die neue Kostenfalle bei den Roaminggebühren im Bereich Datentransfers. Der Internetvergleichdienst Comparis.ch hat in einer Studie festgestellt, dass das Surfen im Ausland sehr schnell, sehr teuer werden kann.
In der Schweiz ist Surfen via Smartphone dank Internetoptionen der Telcos verhältnismässig günstig. Bei der Swisscom beispielsweise kostet ein Paket mit 100 MB 13 Franken pro Monat. Im europäischen Ausland dagegen können 20 MB schnell zwischen 160 bis 307 Franken kosten. Der Telecom-Experte von Comparis.ch, Ralf Beyeler, rät deshalb, entweder im Ausland ganz auf das Surfen zu verzichten oder bei seinem Telco eine Option zu lösen. Mit solchen Optionen sinken die Surf-Gebühren im Ausland um bis zu 80 Prozent. Jedoch kosten 20 MB mit Option immer noch zwischen 40 und 82 Franken.
Die Swisscom und Sunrise bieten beide für Gespräche und Datentransfers im Ausland nur eine einzige Option. Orange bietet fünf verschiedene Surf-Optionen an mit unterschiedlich grossen Datenmengen. «Damit der Kunde bei den fünf verschiedenen Angeboten das Richtige wählt, müsste er schon vorher wissen, wie viel er surfen wird und das weiss kaum jemand», erklärt Beyeler den Nachteil der grossen Auswahl. Der Telecom-Experte hält die Optionen für eine fragwürdige Praxis der Telcos, da so nur gut informierte Kunden mit einer Option von attraktiven Angeboten profitieren könnten.
Betrachtet man die Gesamtkosten fürs Telefonieren und Surfen mit einer entsprechenden Option im europäischen Ausland, so ist Swisscom am günstigsten, gefolgt von Orange. Am meisten müssen gemäss Comparis die Kunden von Sunrise bezahlen.
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