Dänemark und Irland stimmen gegen Open-XML-Standard
Das Tauziehen um Microsofts Dokumentenformat Office Open XML (OOCML) hält an. Gerade die gewichtigen Microsoft-Standorte Dänemark und Irland sprachen sich jetzt gegen eine Standardisierung des Microsoft-Formats durch die Internationale Organisation für Normung aus.
In der Schweiz nahmen die Mitglieder der Schweizerischen Normenvereinigung (SNV) den Entwurf für eine Anerkennung allerdings an - mit 43 gegen 14 Stimmen. Die 103 Mitglieder der International Organization for Standardization ISO waren aufgerufen, bis zum 2. September einen Entscheid abzugeben. Wie in anderen Ländern hatte die Abstimmung auch in der Schweiz für Aufregung gesorgt: Eine erste Abstimmung vom Dienstag wurde annulliert. Mathias Stürmer, Mitglied des OOXML-Komitee der SNV, schreibt in seinem Blog, Microsoft habe eine Reihe von Gold-Partnern mobilisiert, Mitglieder des Komitees zu werden und für eine Standardisierung zu stimmen. Dies ist gemäss einem Artikel der Wochenzeitung Woz möglich, weil jeder Mitglied werden kann. Zu Anfang zählte das OOXML-Komitee laut Woz rund 20 Mitglieder - als es um die Abstimmung ging, waren es 57.
Aus ähnlichen Gründen hat Schweden seine zustimmende Abstimmung für ungültig erklärt und sich der Stimme enthalten. Bekannt ist, dass sich neben Schweden auch Norwegen, Italien und Spanien einer Stimme enthalten haben. Gegen eine Standardisierung haben unter anderem Brasilien, Indien, China und Südafrika gestimmt.
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