Das BFS liefert Zahlen: Der ICT-Sektor leistet über 5 Prozent an das Bruttoinlandprodukt
Zwischen 1997 und 2006 leistete die Bruttowertschöpfung (BWS) des ICT-Sektors einen Anteil von 5,5 Prozent ans Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP). Dies ist eine zentrale Aussage eines heute neu erschienen Berichts des Bundesamtes für Statistik (BFS). Ausgewertet wurden Daten des Bundesamtes, zusätzliche Erhebungen wurden nicht durchgeführt. Der Bericht wurde im rahmen des Jahres der Informatik erstellt.
Während das BIP zwischen 1997 und 2006 um 1,9 Prozent anstieg, wuchs die BWS des Schweizer ICT-Sektors um ganze 6 Prozent. Der Beitrag der ICT am BIP-Wachstum fällt jedoch sehr unterschiedlich aus und ist grossen Schwankungen unterworfen: Den Höhepunkt erreichte der Anteil 2002 mit 50 Prozent (BIP-Wachstum: 0,4 Prozent, Beitrag des ICT-Sektors: 0,2 Prozent). Das BFS begründet diesen hohen Anteil mit dem negativen Beitrag, den in diesem Jahr andere für das BIP wichtige Branchen wie die Gastronomie oder Banken und Versicherungen lieferten. Mit 38,5 Prozent fiel der Anteil auch 1999 aussergewöhnlich hoch aus (BIP: 1,3 Prozent, ICT: 0,5 Prozent). Eher weniger trugen die ICT hingegen 2004 bei, nämlich 8 Prozent (BIP: 2,5 Prozent, ICT: 0,2 Prozent). Und 2006 belief sich der Beitrag des ICT-Sektors am schweizerischen BIP-Wachstum auf gerade noch 5,9 Prozent (BIP: 3,4 Prozent, ICT: 0,2 Prozent). Angesichts der Tatsache, dass der ICT-Sektor von 1998 bis 2006 durchgehend einen positiven Beitrag zum BIP geleistet habe, spricht das BFS von einer zweifellos grossen Bedeutung der Branche für das Wachstum der Schweizer Wirtschaft – trotz eines verhältnismässig geringen Volumens.
Sehr dynamisch entwickelte sich zwischen 1997 und 2006 auch die Beschäftigungslage im Schweizer ICT-Sektor: Bis 2001 nahm sie im Jahresdurchschnitt um 8,2 Prozent zu, danach sank sie um durchschnittlich 0,5 Prozent ab. Der Tiefpunkt wurde 2003 mit einem Minus von rund 6 Prozent erreicht, der Höhepunkt 1998 mit über 10 Prozent.
Von 1991 bis 2006 verdoppelte sich zudem das Vermögen des ICT-Sektors von 48,6 Milliarden auf 97 Milliarden Franken. Dabei sollte man sich vor Augen halten, dass der Lebenszyklus der ICT-Güter gut zehnmal kürzer ausfällt, als etwa im Bausektor. Insgesamt entfallen auf den ICT-Sektor zwischen 5,5 Prozent und 8,5 Prozent des schweizerischen gesamtvermögens.
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