Das UMTS-iPhone ist da – und ab Juli in der Schweiz!
Nach Monaten der Gerüchte und des Spekulierens hat Steve Jobs gestern Abend endlich die Katze aus dem Sack gelassen: Anlässlich der hauseigenen Entwicklerkonferenz präsentierte der Apple-CEO die zweite Generation des iPhones. Die gute Nachricht für Schweizer: Es wird schon ab dem 11. Juli bei Swisscom und Orange erhältlich sein.
Kaum überraschend, weil von Steve Jobs im Vorfeld indirekt schon angekündigt, funkt das iPhone 2 nun auch in 3G-Mobilfunknetzen. Es unterstützt dabei die UMTS-Erweiterung für schnellen Download HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Neu ist auch die Integration von GPS-Satellitennavigation. Damit soll dem iPhone-Besitzer eine Vielzahl neuer standortbezogener mobiler Dienste zur Verfügung gestellt werden. Apple verspricht eine Sprechdauer von fünf Stunden bei Verwendung von UMTS. In 2G-Netzen soll sich die Dauer sogar verdoppeln. Fünf bis sechs Stunden soll der Akku bei der Internetnutzung halten, bis zu sieben Stunden bei der Wiedergabe von Videos und bis zu 24 Stunden beim Abspielen von Musik. In den USA wird das iPhone 3G mit 8 Gigabyte Flash-Speicher 199 Dollar kosten, mit 16 Gigabyte 299 Dollar.
Ausgeliefert wird Apples neuestes Telefon mit der Software 2.0, mit deren Hilfe Apple das iPhone für den Unternehmenseinsatz fit machen will. Sie beinhaltet unter anderem die Unterstützung für Microsoft Exchange ActiveSync, Remote Wipe für die Löschung aller gespeicherten Daten im Falle eines Geräteverlusts und Ciscos IPsec-VPN zum verschlüsselten Zugriff auf Unternehmensnetzwerke. Mit dem in Software 2.0 enthaltenen neuen App Store können zudem auch offiziell Applikationen von Drittherstellern auf das iPhone herunter geladen und installiert werden. Die neue iPhone-Software wird auch den Besitzern des originalen iPhones zur Verfügung stehen.
Sowohl Swisscom als auch Orange haben bereits bekannt gegeben, dass die Schweiz zum Kreis jener 22 Länder gehören wird, die das iPhone 3G als erste ab dem 11. Juli anbieten werden. Beide Telcos machen jedoch noch keine Angaben zu konkreten Angeboten und Preisplänen. Insgesamt will Apple das Smartphone in über 70 Ländern auf den Markt bringen. Die meisten Länder wurden allerdings auf „später in diesem Jahr“ vertröstet.
Mit Mobileme stellt Apple zudem einen neuen Onlineservice zur Verfügung. Dieser löst das bisherige Angebot .Mac ab. Mobileme erlaubt neben den üblichen webbasierten Applikationen zusätzlich Push-Dienste für Kalender und E-Mails und damit die Synchronisierung zwischen Macs, PCs und iPhone beziehungsweise iPod touch.
Marco Zimmer
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