Die Englische Terrorbekämpfung wird unwichtig, wenn man es sich nicht mehr leisten kann
England ist seit geraumer Zeit das Überwachungsmekka von Europa. Die im letzten Jahr von der britischen Regierung angekündigte zentrale Überwachungsdatenbank, die „Superdatenbank“, wird nun doch nicht realisiert. In der „Superdatenbank“ sollten nicht nur Daten aus der Kameraüberwachung von zahlreichen öffentlichen Plätzen gespeichert werden, sondern auch Internet- und Telekommunikationsdaten wollte man im grossen Stil sammeln und auswerten. Alle Provider hätten auf der zentralen Überwachungsdatenbank ihre Kundendaten für 12 Monate speichern sollen. Jetzt machte die britische Regierung jedoch den entscheidenden Schwenk und sprach sich gegen diese zentrale Datenbank aus. Als Grund für den Meinungswechsel geben die Behörden die zu grossen Auswirkungen auf die Privatsphäre der Bürger an.
Mit dem Ende des Superdatenbank-Projekts kommen Fragen auf. Ging es der britischen Regierung wirklich darum die Privatsphäre ihrer Bürger zu schützen oder sind die Kosten für das Projekt einfach viel zu hoch? Vieles spricht für den Kostenfaktor, da sich die britische Regierung in den letzten Jahren nie sonderlich um die Privatsphäre ihrer Bürger kümmerte. Eher scheinen es die mindestens 2 Milliarden Euro gewesen zu sein, die die Behörden gemäss Medienberichten in die Infrastruktur der zentralen Sammelstelle hätte investieren müssen.
Dennoch will die britische Regierung ihre Pläne in diesem Bereich nicht ganz aufgeben. In Zukunft sollen alle Auslandsgespräche aufgezeichnet werden, die über einen britischen Provider laufen. Zudem werden die Internetprovider dazu angehalten jedem Internetnutzer eine ID-Nummer zu geben und Daten über die User zu sammeln.
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